Mitterbach am Erlaufsee

Erstellt am 21. Juni 2016, 05:40

von Astrid Krizanic-Fallmann

"Biberwasser" als Attraktion. Eröffneter Spielepark soll Besucherfrequenz steigern. Neue Seilbahn nächstes Vorhaben.

Zur Eröffnung stellten sich Almholz-Geschäftsführer Wolfgang Wild, Bürgeralpe-Geschäftsführer Johann Kleinhofer, Vizebürgermeister Josef Kuss, Landesrat Johann Seitinger, Landtagsabgeordneter Stefan Hofer und Vizebürgermeister Michael Wallmann (v. l.) ein.  |  NOEN, Krizanic-Fallmann

Mit Investitionen in den Sommertourismus möchten die Verantwortlichen den Winterbetrieb des Mariazeller Skibergs sichern helfen und die damit verbundenen 113 Arbeitsplätze erhalten. Letzten Donnerstag wurde auf der Bürgeralpe der neue Spielepark „Biberwasser“ auf 1.200 Meter Seehöhe eröffnet. Unter den Gästen fanden sich Landesrat Johann Seitinger und Landtagsabgeordneter Stefan Hofer ein. „Kinder bestimmen, wo die Eltern hinfahren“, wies Seitinger auf die Bedeutung der Bürgeralpe neben der Wallfahrt für Mariazell hin. Die „starken Initiativen im Tourismus“ sowie die Verbindung „Wasser und Holz“ sprach auch Hofer an.

Verbindung aus „Wasser und Holz“ 

Zu den Angeboten gehören die Floßregatta, eine Goldwaschanlage, das Biberdomino, die Riesenrutsche sowie der „Adlerhorst“ mit Kletterseilen, Hängeleitern und Netzen in bis zu drei Metern Höhe. Gebaut wurden die Attraktionen vom steirischen Unternehmen Almholz, sodass die Wertschöpfung in der Region blieb. „Kein Disneyland“, sondern „bodenständig, authentisch“, sind für Almholz-Geschäftsführer Wolfgang Wild die Spielgeräte. Die angrenzende Sport- und Freizeitanlage „Wake Alps“ am Kristallsee verfügt über Österreichs höchstgelegenen Wasserskilift, ein „Chill- & Grill“-Areal und ein täglich geöffnetes Café mit Seeterrasse.

Die Besucherstatistiken belegen das hohe Potenzial. „Bereits 2015 hatten wir auf der Bürgeralpe um 52 Prozent mehr Eintritte im Sommer als im Winter“, sagt Johann Kleinhofer, Geschäftsführer der Mariazeller Bürgeralpe Seilbahnbetriebs GmbH. Durch die Ergänzungen wird eine zusätzliche deutliche Steigerung erwartet.

1,5 Millionen Euro an Finanzmitteln standen in den letzten Jahren zur Verfügung. 1,2 Millionen davon steuerte das Land Steiermark bei. 600.000 Euro wurden für den Winterbetrieb verwendet, 900.000 Euro für Vorhaben, die im Sommer genutzt werden.

Die nächste planmäßig vorgesehene Großinvestition betrifft die Verlängerung der Seilbahnkonzession bis 2018. Anstelle der alten Seilbahn soll jedoch die Neuerrichtung als Einseilumlaufbahn mit Achter-Gondeln kommen. „Mit jetzt 150 Personen pro Stunde ist der Ansturm nicht zu bewältigen“, weiß Kleinhofer, „die Verlängerung der Konzession für die bestehende alte Seilbahn würde alleine rund drei Millionen Euro kosten und wäre bei der geringen Förderkapazität unrentabel.“ Eine 6,7 Millionen teure Seilbahn könne jedoch 1.000 Gäste pro Stunde transportieren, rechnet Kleinhofer vor. „Das wäre eine Riesenchance“, ist er zuversichtlich.

Mit dem Land Steiermark gibt es bereits Gespräche über eine Finanzierung. Verlaufen diese positiv, haben sich schon private Investoren dazu bereit erklärt, das Angebot an Sommerattraktionen auf der Bürgeralpe weiter auszubauen, so Kleinhofer.

„Bereits 2015 hatten wir auf der Bürgeralpe um 52 Prozent mehr Eintritte im Sommer als im Winter.“ Seilbahn-Geschäftsführer Johann Kleinhofer

„Realistisch mit dem Berg umgehen und nicht sinnlos hineinpumpen“, ist für Vizebürgermeister Michael Wallmann beim „Wirtschaftsfaktor Bürgeralpe“ vorrangig. „Für die Gemeinde sind die Arbeitsplätze, die durch den Tourismus auf der Bürgeralpe entstehen, enorm wichtig“, betont er, „darüber hinaus nimmt Mariazell jährlich 255.000 Euro an Steuern und Abgaben ein, was hohe Investitionen in das Fortbestehen des ganzjährigen Seilbahnbetriebs mehr als rechtfertigt.“

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