Erstellt am 25. April 2017, 04:16

von Nadja Straubinger

Tierseuche: Bezirk Lilienfeld kein Sperrgebiet. Keine Krankheitsfälle sind aufgetreten. Rinder dürfen wieder aus Zone raus.

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Nach einem Jahr hat das Leiden der Rinderbauern endlich ein Ende. Besonders auf Kalbinnenaufzucht spezialisierte Betriebe hatten mit Einkommenseinbußen zu kämpfen. Im ersten Quartal wurden in vielen Rinderbeständen Kontrolluntersuchungen auf Infektionen mit dem Virus der Blauzungenkrankheit durchgeführt. „Weil dabei niederösterreichweit keine Infektionen festgestellt wurden, konnte die Sperrzone in unserem Bundesland aufgehoben werden“, führt Amtstierarzt Andreas Fallmann aus.

Die größten Einschränkungen durch das Sperrgebiet hat es beim Viehverkehr gegeben. „Das Einbringen von Rindern war kein Problem, aber die Ausfuhr war ein großer Aufwand“, berichtet der Obmann der Bezirksbauernkammer, Reinhold Mader. Der zusätzlich eingerichtete Kälbermarkt in St. Pölten, weil der Transport zur Berglandhalle nur schwer möglich war, wurde wieder aufgelassen.

„Ich bin froh, dass das Sperrgebiet verkleinert wurde“, betont Mader. Der Export ins Ausland sei durch die Sperrzone sehr erschwert worden. „Für den Verkauf in die Türkei etwa mussten Untersuchungen durchgeführt werden“, weiß Mader.

Mit einer Impfung kann der Blauzungenkrankheit übrigens vorgebeugt werden. „Da geimpfte Tiere aber teilweise Beschränkungen beim Handel unterliegen und wegen der hohen Kosten wurde diese nicht flächendeckend durchgeführt“, so Fallmann.