Erstellt am 14. September 2015, 14:29

von Markus Zauner

Buchungsflut im neuen Hotel. Millionen-Bau mit 208 Betten steht vor der Eröffnung. Schon jetzt zeichnet sich Ansturm auf den Beherbergungsbetrieb ab.

Ein Exklusivblick für NÖN-Leser: So sehen die Zimmer im JUFA Annaberg von innen aus. Foto: JUFA/Höferl  |  NOEN, JUFA/Höferl

Der Countdown läuft: Am 1. Oktober ist Eröffnungstermin für das JUFA Annaberg Bergerlebnis-Resort direkt neben den Reidl-Liften.

Das neue Hotel mit 64 Zimmern und 208 Betten, das um elf Millionen Euro verwirklicht wurde, verspricht, ein Renner zu werden. Das beweisen die aktuellen Buchungszahlen.

„Für die Wintersaison von Dezember 2015 bis März 2016 haben wir bereits knapp 9.000 Nächte eingebucht. Im Oktober und November, also vor dem Winter, kommen noch einmal rund 1.000 dazu. Macht unterm Strich also 10.000 Übernachtungen. Das ist sehr, sehr positiv“, rechnet JUFA-Vorstand Gerhard Wendl der NÖN exklusiv vor.

x  |  NOEN, Heidlmair

Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2014 wurden in Annaberg 35.639 Nächtigungen gezählt, das bedeutete ein Minus gegenüber 2013 von 20,1 Prozent.

„Aus verschiedenen Gründen, privater Natur, haben wir in den letzten zehn Jahren an Bettenanzahl und somit auch an Nächtigungen verloren“, weiß Bürgermeisterin Petra Zeh.

Der Inbetriebnahme des neuen Hotels fiebert die Ortschefin daher schon entgegen: „Mit dem JUFA-Hotel werden wir der Nachfrage unserer Gäste wieder gerecht. Wir erhalten ein modernes und gästefreundliches Hotel mit neuer Gastro inmitten des Familienskigebietes Annaberg.“

„Insgesamt werden im Winter 30 Personen
beschäftigt. Im Sommer sind es etwa
20 Personen.“
JUFA-Vorstand Gerhard Wendl

Zeh erwartet sich durch das JUFA Annaberg neben einer deutlichen Steigerung der Nächtigungszahlen zudem eine Umsatzsteigerung beim örtlichen Nahversorger und bei den Restaurantbetrieben.

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Wichtige Impulse bringt das neue Hotel aber nicht nur im touristischen Bereich, sondern auch für den Arbeitsmarkt. Wendl: „Insgesamt werden im Winter 30 Personen beschäftigt, davon siebzehn Vollzeit, der Rest Teilzeit beziehungsweise geringfügig. Im Sommer sind es ca. 20 Personen.“

Zeh erfreut zu den neuen Jobs: „Unsere jungen Menschen haben dadurch die Möglichkeit, im Ort zu wohnen und zu arbeiten. Dies reicht von wirtschaftlichen Belangen bis in den sozialen Bereich, den Erhalt unserer Kindertagesstätte und unserer Schule, hinein. Das Leben und Wohnen in Annaberg bleibt dadurch lebens- und anstrebenswert. Wo junge Menschen wohnen, ist auch für ältere Menschen besser gesorgt.“

Zahl der Betten steigt von 450 auf über 650

Und Zeh betont, dass der Bau des neuen Hotels auch zur Absicherung der Liftbetriebe oder des Naturparks Ötscher Tormäuer beiträgt.

Derzeit verfügt die Gemeinde über rund 450 Betten, mit der Eröffnung des JUFA Annaberg werden es knapp über 650 Betten sein.


Zitiert: „Spüren Rückenwind der Ausstellung“

„Im Winter ist natürlich das Skigebiet vor der Haustür, im Sommer gibt es durch die ,Wilde Wunder‘-Card, die alle JUFA-Gäste gratis dazubekommen, eine Reihe an Ausflugszielen serviert. Zusätzlich spüren wir auch den Rückenwind der Landesausstellung ,ÖTSCHER:REICH‘. Die Ötschergräben sind ebenfalls überaus beliebt für Wanderer.“
JUFA-Vorstand Gerhard Wendl zu den besonderen Attraktionen in Annaberg