Erstellt am 14. Januar 2016, 05:18

von Astrid Krizanic-Fallmann

Dezember-Bilanz: Arbeitslosigkeit niedriger. 1.086 Personen waren im Bezirk Lilienfeld vorgemerkt. Das bedeutet im Vergleich zu 2014 einen Rückgang beim Stand der Jobsuchenden um 6,5 Prozent.

Nur vier AMS-Geschäftsstellen in Niederösterreich, darunter Lilienfeld, verzeichneten Rückgang der Jobsuchenden im Dezember, so Leiterin Margareta Selch.  |  NOEN, Mag. Barbara Vanessa Ederer,

Die Zahl der Arbeitslosen ist wie im letzten Oktober und November auch mit Ende Dezember wieder zurückgegangen.

1.086 Personen waren im vergangenen Monat beim Arbeitsmarktservice (AMS) Lilienfeld vorgemerkt. „Das sind um 76 weniger als gegenüber Dezember 2014“, sagt AMS-Geschäftsstellenleiterin Margareta Selch über die druckfrische Statistik. Laut ihrer Auskunft gab es in Niederösterreich nur vier AMS-Geschäftsstellen, welche im Vergleich eine Reduzierung beim Stand der Jobsuchenden verbuchen konnten. Gefolgt von Lilienfeld mit 6,5 Prozent lag die Abnahme in Melk bei 7 Prozent, Waidhofen/Thaya und Krems hatten niedrige Verringerungen um 0,7 beziehungsweise 0,3 Prozent. Alle anderen regionalen AMS-Geschäftsstellen im Bundesland verzeichneten ein Plus. „Die rückläufigen Zahlen zeigen sich vor allem bei den Frauen mit einem Minus von 14,3 Prozent und den Jugendlichen mit minus 20,5 Prozent“, berichtet Selch über Details der Dezember-Bilanz in den heimischen Gefilden.

„Zielgerichtete Qualifikation ist weiterhin der Schlüssel, um fit für die Arbeitswelt zu werden oder zu bleiben“

Im Bereich der Schulungen kam es im Gegensatz zum niederösterreichischen Gesamttrend mit einer Senkung um 3,6 Prozent zu einer Erhöhung von 8 Prozent im Bezirk. „Zielgerichtete Qualifikation ist weiterhin der Schlüssel, um fit für die Arbeitswelt zu werden oder zu bleiben“, bekräftigt die Lilienfelder AMS-Chefin diese Vorgangsweise.

Bei magerem Wirtschaftswachstum bis voraussichtlich 2019 bleibe der Zuwachs an neuen Jobs in den Betrieben gedämpft und vor allem im Segment der einfachen Tätigkeiten. „Damit steigt der Druck auf Personen mit geringer Qualifikation oder Ausbildung“, weiß Margareta Selch Bescheid. „Für diese Personen werden die Jobangebote zunehmend rarer und die Konkurrenz am Arbeitsmarkt größer.“