Erstellt am 29. September 2015, 05:07

von Claudia Stöcklöcker

Drei Jahre Haft für dreiste Einbrecher. Rumänen scheiterten bei Voestalpine. Tresor leerten sie, weil Sprit auf Autobahn ausging.

 |  NOEN, Erwin Wodicka

Auf hochwertige Metalllegierungen hatten es zwei Rumänen, 27 und 40 Jahre alt, abgesehen. Im Sommer letzten Jahres stiegen sie in die Voestalpine Traisen ein, vergangene Woche wurde dem Duo am Landesgericht St. Pölten der Prozess gemacht. Ein Schöffensenat verhängte über die Einbrecher je drei Jahre gesiebte Luft. Die Urteile sind rechtskräftig.

„Über ein Fenster sind sie in die Lagerhalle hinein“, erzählte ein Zeuge aus Traisen, „Bigpacks waren aufgeschlagen, die Einbrecher haben Material in kleinere Bauschuttsackerl umgelagert und zum Abtransport ein Hubwagerl bereitgestellt.“

Zum Abtransport kam es aber nicht. Die Feuerwache der Betriebsfeuerwehr störte die Kriminellen bei ihrer Aktion, die Langfinger gaben ordentlich Fersengeld.

In Oberösterreich hatte das Duo dann Glück. Dort ließ es Bares aus einem Tresor mitgehen.

Strenge forderte der Staatsanwalt. „Auch wenn es einmal beim Versuch geblieben ist, geht es hier schon um Massives“, so Ankläger Karl Fischer.

Denn: „Man muss es sich vorstellen - den Angeklagten geht auf der Autobahn der Diesel aus. Was macht ein anderer Krimineller? Er begeht Tankbetrug. Diese beiden Herren brechen stattdessen gleich einen Tresor auf.“ Und Fischer weiters: „Auf einer Videoaufzeichnung ist einer der Angeklagten deutlich als Täter zu erkennen, und trotzdem hat sich dieser erdreistet, zu behaupten, dass er es nicht wäre. Ich war knapp daran, ein Gutachten einzuholen.“