Erstellt am 30. März 2016, 05:24

von Gila Wohlmann

Eder exportiert Asylkompetenz. Quartiergeber will in Tschechien, der Slowakei und in Bulgarien Unterkünfte für Kriegsflüchtlinge schaffen.

Katerina Hlozkova, Bereichsleiterin für das Weinviertel bei SLC Eder, wird gemeinsam mit Herbert Eder ein Asylquartierkonzept für Tschechien entwickeln.  |  NOEN, Wohlmann

"Wir sind die Einzigen, die in Niederösterreich binnen sechs Monaten immerhin 1.600 Plätze aufgestellt haben" sagt Herbert Eder. Der Lilienfelder, Betreiber des Unternehmens SLC Europe, ist weiterhin der größte Unterkunftgeber für Flüchtlinge aus Kriegsgebieten in Niederösterreich. 135 Quartiere betreibt er derzeit in Niederösterreich mit über 100 Mitarbeitern.

Und genau aus diesem Grunde will er jetzt seine Fachkompetenz in der Unterbringung von Asylwerbern in Tschechien, der Slowakei und Bulgarien einbringen. Als Vorreiter in Europa sozusagen.

„Wir wissen, dass gerade diese Länder im Vergleich zu Österreich und Deutschland bislang kaum Flüchtlingen Asyl gewährt haben oder es keine geregelte Betreuung gibt. Daher fehlt es hier an Fachwissen für den Aufbau einer solchen Logistik. Es mangelt einfach dort rundum an Asyl-Know-how!“

Derzeit ist aber alles erst in der Anfangsphase. Entsprechende länderspezifische Konzepte sollen dann der jeweiligen Regierung unterbreitet werden. „Wir analysieren derzeit die jeweilige rechtliche Situation, das politische Umfeld und die jeweilige Einstellung der Länder zu diesem Thema. Natürlich auch, woher das Geld kommt“, erklärt er und betont, dass bei der Finanzierung natürlich „die EU gefordert sei“.

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