Erstellt am 06. November 2015, 05:02

von Gila Wohlmann

Ein Ort der Begegnung. Franz Witzmann will einen Raum schaffen, der frei von Alter, Herkunft, Religion und Politik einen interkulturellen Austausch ermöglicht.

Einen Ort der Begegnung wollen Sabrina Abdullaeva, Muguddin Abdullaeva, Franz Witzmann, Mika Abdullaeva, Karim Katakhel und Aida Abdullaeva (von links) bieten.  |  NOEN, Juergen Thoma

Mit dem Projekt von Franz Witzmann "Comedor del Arte" wird ein Ort der Begegnung, Kreativität, Vernetzung und Integration im Ortszentrum von Hainfeld entstehen. Seine Idee wurde beim „Tu-was“-Sozialfestival prämiert.

 „Fremdes und Unbekanntes kann dadurch sichtbar gemacht"

„Es soll ein Raum geschaffen werden, in dem die Vision der empathischen Gesellschaft gelebt wird. Unabhängig von Alter, Geschlecht, Hautfarbe, Abstammung, Religionsbekenntnis oder politischer Einstellung können sich Menschen begegnen, aktiv werden und sich kreativ artikulieren“, erläutert Witzmann. Und: „Fremdes und Unbekanntes kann dadurch sichtbar gemacht werden, anonymisierte Menschen bekommen ein Gesicht und die Menschen vor Ort erhalten die Möglichkeit, ihre Sicht auf die Welt zu verändern“, so Witzmann.

Vielfalt und Verbundenheit sind zwei Säulen des Projekts und definieren gleichzeitig die Zielsetzung. Sichtbar machen, wie reich und vielfältig unsere Welt ist, erkennen, wie unterschiedlich wir Menschen in unserem Ausdruck sind und zeigen, wie viel an menschlichen Ressourcen oft unerkannt und und unentdeckt bleibt.

"Wir brauchen eine Revolution der zärtlichen Liebe"

Er ist überzeugt: „Gemeinsam und miteinander können wir anstehende und zukünftige Probleme bewältigen. Mitgefühl, Solidarität, Betreuung, Begleitung, Mitmenschlichkeit und aktive Nächstenliebe sind Werte, die unsere Gesellschaft, wir alle, dringend benötigen. Oder wie Papst Franziskus sagte: ,Wir brauchen eine Revolution der zärtlichen Liebe‘.“

Bis das geeignete Geschäftslokal gefunden und eröffnet wird, gibt es zwei Veranstaltungen, bei denen „Comedor del Arte“ vertreten sein wird. Bei der Eröffnung der Weihnachtsstadt Hainfeld am 27. November werden die singenden Schwestern Mika und Aida Abdullaeva auftreten und beim Kunstmarkt am 11. und 12. Dezember wird bei einem Stand und internationalen Speisen über das Projekt informiert.