Erstellt am 11. November 2015, 05:02

von Nadja Straubinger

Erste Maßnahmen gegen Lärm gesetzt. Nachbarn bekritteln störende Geräusche in der Nacht. Georg Fischer Fittings-Geschäftsführer will in Dialog treten.

 |  NOEN, zVg

Eigentlich war es eine gewerbebehördliche Verhandlung, bei der es um die Genehmigung einer Änderung der Industriebetriebsanlage der Firma Georg Fischer Fittings ging. Doch dann fanden sich überraschend mehrere Anrainer der Mariazeller Straße, die gegenüber dem Unternehmen wohnen, ein. Der Grund: Sie wollten die Lärmbelästigungen durch Arbeiten im Betrieb aufzeigen.

„Vor allem während der Nachtstunden ist man mit Schüttgeräuschen konfrontiert“, so eine Anrainerin. „Lautes Klopfen zu später oder sehr früher Stunde“, nimmt eine andere Anrainerin wahr. Die anderen stimmen zu. Sie beteuern: „Wir wollen dem Unternehmen nicht schaden!“ Ihre Bitten seien eine Überprüfung des Lärmpegels durch einen Sachverständigen und lärmschützende Maßnahmen.

Bezirkshauptmannstellvertreter Andreas Grießler nahm die Anregungen ins Protokoll auf und bekräftigt: „Die Bezirkshauptmannschaft überprüft die bestehende Lärmsituation, aber auch die Lärmsituation im Hinblick auf geplante Änderungen und Erweiterungen.“

Geplantes Projekt sei durchwegs positiv 

Das aktuelle Projekt, das verhandelt werden sollte, sei durchwegs positiv, berichtet Georg Fischer Fittings-Geschäftsführer Bernhard Dichtl. Ein Trockenentstauber ersetzt den Nassentstauber: „Das ist eine erhebliche Verbesserung für Mitarbeiter und Umwelt.“ Dichtl überraschte die Anrainer-Teilnahme: „Ich bin seit Anfang des Jahres Geschäftsführer. Bisher wurden keine Beschwerden an uns herangetragen.“ Er nimmt die Sorgen aber ernst und führte unmittelbar Anrainer-Dialoge ein.

„Wir setzen schon erste Maßnahmen, die werden wir beim nächsten Anrainer-Dialog in einem halben Jahr besprechen“, so Dichtl. Sofort umgesetzt werden sollen geschlossene Türen, Fenster und Tore in den Nachstunden, außerdem soll der Nacht-Staplerverkehr im Außenbereich eingeschränkt werden. „Nächstes Jahr werden wir zusätzlich eine Anlage für einen besseren Lärmschutz umhausen“, so Dichtl.