Erstellt am 10. Oktober 2016, 09:53

von Nadja Straubinger

Bessere Luft im waldreichen Bezirk Lilienfeld. Sinkende Belastungen in Lilienfeld und auch in St. Pölten gemessen. Im Winter hoher Eintrag aus den Ostländern zu erwarten.

 |  NOEN, Symbolbild

Der Norden und Osten Österreichs haben die am meisten belastete Luft, das zeigt sich in einer interaktiven Karte der WHO (World Health Organisation). Aufzeichnungen des NÖ Luftgütemessnetzes belegen jedoch eine kontinuierliche Verbesserung der Werte an der nächstgelegenen Messstelle in St. Pölten. Der Bezirk Lilienfeld profitiert durch Waldreichtum. „Wälder wirken sich als Filter prinzipiell positiv auf die Feinstaubentwicklung aus“, berichtet Elisabeth Scheicher vom Referat Luftgüteüberwachung.

2014 betrug das Jahresmittel beim Feinstaub (PM 2,5) in St. Pölten 15µg/m , im Vorjahr sank es auf 14µg/m . Beim Feinstaub mit größeren Partikeln (PM10) sank der Mittelwert von 21µg/m auf 19. „Der Grenzwert wurde bei den Jahresmittelwerten noch nie überschritten“, erklärt Scheicher. Positives gibt es auch in Bezug Ozon, einem weiteren wichtigen Parameter für die Luftgüte. „Die Informationsschwelle wurde in Annaberg heuer kein einziges Mal überschritten“, führt Scheicher aus. Grund dafür sei der wettertechnisch sehr abwechslungsreiche Sommer gewesen. Es konnte sich kein Ozon entwickeln.

Im Winter ist mit Feinstaubbelastungen zu rechnen. Während der Großteil direkt in der Umgebung durch Hausbrand, Verkehr, Industrie, Energieerzeugung und Landwirtschaft erzeugt wird, wird ein Teil durch Wind eingetragen. „Im Winter ist es möglich, dass bis zu 50 Prozent des Feinstaubes aus den östlichen Nachbarländern kommt“, weiß Scheicher.