St. Veit an der Gölsen

Erstellt am 23. Juli 2016, 08:14

von Nadja Straubinger

Eine Million investiert. Die EVN ersetzt die Kessel und bringt sie auf den neuesten Stand. Wiederinbetriebnahme mit Heizsaison geplant.

Reinhold Mader, Obmann der Fernwärmegenossenschaft, und Landtagsabgeordneter Karl Bader freuen sich über die Investitionen der EVN in das Fernheizwerk St. Veit. Zu Beginn der Heizsaison soll das Werk auf dem neuesten Stand der Technik sein. privat  |  NOEN

Eine große Modernisierung steht beim Fernheizwerk St. Veit an. Die EVN investiert eine Million Euro in den Tausch der Kessel. Gleichzeitig werden ein Elektrofilter und ein Pufferspeicher nachgerüstet. „Dadurch werden die Staubemissionen gemindert, und die Anlage entspricht dem Stand der Technik“, führt EVN-Sprecher Stefan Zach aus.

Im Jahr 1991 errichtete die Fernwärmegenossenschaft St. Veit ein Fernheizwerk mit zwei Biomassekesseln sowie ein zugehöriges Fernwärmenetz mit einer Länge von 5,5 Kilometern. Die EVN hatte das Heizwerk und das Netz ab 1996 von der Fernwärmegenossenschaft gepachtet. 2010 hat die EVN sämtliche Anlagen übernommen. „Für das Fernwärmenetz selbst gibt es aus heutiger Sicht in absehbarer Zeit keinen nennenswerten Reinvestitionsbedarf“, so Zach. Die Wiederinbetriebnahme ist für den Beginn der Heizsaison 2016/17 geplant. Rund 160 Kunden werden vom Fernheizwerk St. Veit versorgt.

„Wichtiger Beitrag zur Energiebewegung“

Die Investition freut auch den Obmann der Fernwärmegenossenschaft, die das Fernheizwerk auch weiter mit Hackschnitzel versorgen wird, und Landtagsabgeordneten Karl Bader: „Das ist ein wichtiger Beitrag zur Energiebewegung.“ Die Zukunft der Energieversorgung liege in erneuerbaren Energien wie Wasser, Photovoltaik, Windkraft und Biomasse. „Sie machen uns unabhängig von teuren Energieimporten und stützen die heimische Wirtschaft“, betont Bader beim Besuch der Baustelle des Fernheizwerkes St. Veit. „Mit dieser Investition wird das Werk wieder zukunftsfit für die nächsten Jahrzehnte gemacht“, freut sich auch Mader.

Die Genossenschaft benötigt pro Jahr rund 9.000 Schüttraummeter Hackschnitzel, um die Energieversorgung der angeschlossenen Kunden zu gewährleisten. „Diese Hackschnitzel kommen zu 100 Prozent aus der Region. So steht auch beim Transport der Ökologiegedanke im Vordergrund“, so Mader.