Erstellt am 25. Dezember 2015, 05:08

von Astrid Krizanic-Fallmann

FF-Zubau als Großprojekt 2016. Erstes Katastrophenschutzzentrum im Bezirk wird im neuen Gebäude untergebracht. Fertigstellung nächsten Mai geplant.

 |  NOEN, Kaiserc / Wikimedia

Bei einem Antrag teilten sich die Meinungen, sonst fällte der Gemeinderat bei seiner Sitzung letzten Mittwoch nur einstimmige Beschlüsse. Im Mittelpunkt der Tagesordnung stand der Voranschlag 2016. „Der ordentliche Haushalt beträgt 6,2 Millionen Euro“, informiert Bürgermeister Albert Pitterle (SPÖ), „ein Überschuss von 130.000 Euro wird dem außerordentlichen Haushalt zugeführt.“ Dieser ist mit 1,5 Millionen Euro beziffert.

Zu den wichtigsten Projekten zählt die Erweiterung des FF-Hauses. Der Rohbau mit Dachstuhl steht bereits. Bis zum nächsten Mai soll das neue Gebäude fertig gestellt sein. „In diesem wird auch das erste Katastrophenschutzzentrum im Bezirk untergebracht“, kündigt der Hainfelder Bürgermeister an. 200.000 Euro sind im Budget für den Zubau vorgesehen.

100.000 Euro Kosten für LED-Beleuchtung

Nach der Errichtung wird das bestehende FF-Haus als eines der noch nicht umgesetzten Stadterneuerungsprojekte renoviert. „Vereine und die Gemeinde werden dieses dann nutzen“, sagt Pitterle.

Eine Sanierung ist ebenfalls bei der Fassade des ehemaligen Bezirksgerichts, nunmehriger Standort des Hainfeld-Museums sowie des Museums Historischer Bierkrüge, geplant. Für laufende Erneuerungen der Wasserleitungen und beim Kanal sowie der Digitalisierung wurden 300.000 Euro veranschlagt. Die Kosten der Umstellung der Beleuchtung auf LED schlagen sich mit 100.000 Euro zu Buche. „Diese ist jetzt schon zu 90 Prozent erfolgt“, schildert das Stadtoberhaupt, „2016 sollen es fast 100 Prozent sein, damit 2017 nur mehr Reste übrig bleiben.“

Maßnahmen bei zwei baufälligen Stegen des Waldlehrpfades am Vollberg sowie die Asphaltierung der Sackgasse stehen ebenso wie die Reparierung von Katastrophenschäden nach dem Hochwasser von 2014 an. „Bislang wurde eine damals unterschwemmte Brücke zu einem landwirtschaftlichen Anwesen in Gstettl nur abgestützt“, informiert Pitterle. 100.000 Euro wurden dafür reserviert. Eine Uferplanierung bei der Einmündung des Ramsaubachs in die Gölsen beim Hauptplatz ist mit 20.000 Euro berechnet.

Nächstes Jahr wird zudem die Renovierung der Volksschule weitergehen. Nach den schon durchgeführten Arbeiten bei Stiege und Fassade ist die thermische Sanierung des Verbindungsgangs zum Turnsaal vorgesehen. Pitterle: „Zu diesen Energiesparmaßnahmen gehört der Fenstertausch im Kellerbereich.“ Im Stadtbad sollen 100.000 Euro für die Pflasterung rund um das Kinderbecken hin zu den Sanitäranlagen und Duschen verwendet werden.

Abstimmung über das Durchgriffsrecht

Ein einheitliches Design beim Parkleitsystem sowie optisch zusammenpassende Litfaßsäulen in der Innenstadt kommen außerdem, so der Bürgermeister. Geändert musste weiters die Friedhofsgebühren-Verordnung werden, da künftig ein eigener Urnenhain für die Urnen-Bestattung zur Verfügung steht.

Bezüglich Leerflächenmanagement erhielt ein Geschäft einen Zuschuss zur Miete. Subventionen wurden an die Perchtengruppe „Mantus Pass“, den ASKÖ, URC Raika und die Musikschule für das Neujahrskonzert am 6. Jänner vergeben.

Behandelt wurde auch ein Antrag der FPÖ-Fraktion, welcher sich gegen das Durchgriffsrecht des Bundes gegenüber Gemeinden bei der Unterbringung von Asylwerbern ausspricht. Für den FPÖ-Antrag waren in geheimer Abstimmung 13 Mandatare. Neun lehnten ihn ab. „Hainfeld erfüllt sowieso schon seit Jahren mehr als die Quote“, sieht Pitterle in der Annahme eher eine „Unmutskundmachung zu einem brisanten Thema“.