Erstellt am 05. November 2015, 05:02

von Gila Wohlmann

Frauen vernetzen sich. Für ein besseres Miteinander setzt sich eine engagierte Damenrunde ein und will Frauen aller Nationen eine neue Plattform zur Artikulierung ihrer Fähigkeiten bieten.

Josi Planer, Shkurte Kastrati, Birgit Richter, Gisela Malekpour, Marianne Fügl und Annemarie Mitterlehner (v. l.) wollen für Frauen ein neues »Nest« zur Kommunikation und Weitergabe ihres Wissens schaffen.  |  NOEN, Jürgen Thoma

Ein besseres Netzwerk unter Frauen: Das wollen Birgit Richter, Monika Feichtinger, Marianne Fügl, Gisela Malekpour und Annemarie Mitterlehner schaffen. Ein paar Mitstreiterinnen haben sie schon gefunden. Durch ihr Frauenblüten-Projekt, welches beim Sozialfestival „Tu was“ prämiert wurde, sollen Nachbarschaftsnetzwerke mit multikultureller Vielfalt aufgebaut werden.

„Viele Frauen sind durch räumliche oder sprachliche Barrieren oft mit ihren Problemen alleine, manche fühlen sich einsam und sogar ausgegrenzt“, weiß Initiatorin Birgit Richter und erklärt: „Wir haben nun als unabhängiges und überparteiliches Personenkomitee unsere Ideen zu einem Konzept formuliert, wobei wir alle seit Jahrzehnten Erfahrungen mit dem Aufbau von sozialen Projekten, Netzwerk- und Organisationsarbeit haben.“ Eingeladen sind alle Frauen aus dem Traisen-Gölsental, die sich für einen multikulturellen Austausch interessieren und sich gleichberechtigt engagieren wollen. „Vorerst werden die Frauen in gemütlicher Atmosphäre sich kennenlernen, Erfahrungen austauschen und über ihre Hobbys, Wünsche und Begabungen sprechen“, erläutert Richter.

Frauenfestival für Mai 2016 geplant

Das erste Treffen mit 25 Frauen aus neun verschiedenen Herkunftsländern hat bereits stattgefunden. „Im Schneeballsystem – jede kennt jemanden – hoffen wir, viele Interessierte zu erreichen“, so Richter. Der Höhepunkt dieser Vorbereitungstreffen ist das Frauenblütenfest im Mai 2016, bei dem das Können und Wissen der Frauen verschiedenster Nationalitäten präsentiert werden. „Durch Tanzen, Kochen, Märchenerzählen, Singen oder Handarbeiten kommt es zu einem verständnisvolleren Umgang miteinander, der nachhaltig Nachbarschaftsnetzwerke fördern soll“, ist Richter überzeugt, denn der Abschluss des Festes soll der Beginn eines „Frauenblütennestes“ sein.

Wer sich verstanden und wertgeschätzt fühlt, wird befähigt, sich als Teil einer demokratischen Gesellschaft zu verstehen. „Wir sind sehr froh, dass wir einen Teil unserer Kosten durch die ,Tu-was’-Förderung abdecken können und hoffen, dass wir mehr Sponsoren dazu bewegen können. Bedanken möchten wir uns bei der Gemeinde“, sagt Richter. Interessierte Frauen mögen sich unter 02762/66066 melden.