Erstellt am 22. Juni 2016, 03:35

von Gila Wohlmann

Volksbegehren aus Traisen: "Es läuft super". 2.000 Unterschriften hat der Verein "Gegen TTIP, CETA und TiSA" bereits gesammelt. Jetzt unterstützt SPÖ Vorarlberg.

Herbert Thumpser freut sich über die Unterstützung durch die SPÖ Vorarlberg.  |  NOEN, zVg

"Wir haben schon mehr als 10.000 Downloads von unserer Homepage. Täglich werden es mehr — und es kommen jetzt mehr als 250 Erklärungen täglich“, zieht Bürgermeister Herbert Thumpser positive Zwischenbilanz.

Zur Erinnerung: Seit 16. Mai sammeln die vier niederösterreichischen SPÖ-Bürgermeister von Traisen, Weinburg, Ober-Grafendorf und Gaming Unterschriften für ein Volksbegehren gegen die Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP) und Kanada (CETA) sowie das Dienstleistungsabkommen (TiSA). Eigens dafür gegründet wurde der Verein „Gegen TTIP, CETA und TiSA“ (die NÖN berichtete). 8.500 Unterschriften sind derzeit notwendig, um ein Volksbegehren einleiten zu können – die will man bis zum 29. Juli erreicht haben. Im Herbst soll dann das Volksbegehren eingeleitet werden.

"Wir sind uns sicher, dass wir die 8.500 erreichen"

Zur Zeit sind wir bei rund 2.000 Unterschriften. Wir sind uns sicher, dass wir die 8.500 erreichen. Täglich kommen Anrufe und Briefe aus ganz Österreich, die sich für unsere Initiative bedanken. Auch aus Italien und Deutschland haben wir Reaktionen“, ist Herbert Thumpser optimistisch, gibt aber zu bedenken: „Da wir ein sehr kleines Budget haben, sind wir auf den Schneeballeffekt und digitale Vernetzung angewiesen.“

Jetzt gibt es für die Volksbegehren-Initiatoren Unterstützung durch die SPÖ Vorarlberg. In Bregenz rufen SPÖ-Landeschef Michael Ritsch und Landesgeschäftsführer Reinhold Einwallner dazu auf, Unterstützungserklärungen zu zeichnen.

Das freut natürlich Thumpser: „Es ist schön, dass wir solche positive Reaktionen auf unsere Initiative erhalten und es macht Freude zu sehen, wie breit die Unterstützung ist – von Parteivertretern, Arbeitern, Landwirten, von jungen und alten Menschen, von Gewerbetreibenden bis zu Gemeindevertretern spannt sich der Bogen der Unterstützer“, lässt der Ortschef wissen.