Hainfeld

Erstellt am 30. Juni 2016, 08:14

von Gila Wohlmann

Neue Bäderordnung fix. Mandatare kamen FP-Wunsch nach: Nur übliche saubere Badebekleidung erlaubt. FP-Sorge um weibliche Gäste weist SP-Ortschef zurück: „Bademeister sorgt für Sicherheit.“

Freibad in Hainfeld  |  NÖN, NÖN

Gleich mit drei Dringlichkeitsanträgen wartete FP-Gemeinderat Peter Terzer am Dienstag bei der Gemeinderatssitzung auf und ist mit der Reaktion der anderen Mandatare durchaus zufrieden.

Ein FP-Antrag: „Die nicht wirklich optimale Verkehrslösung vor dem neuen Hofer“, wie Terzer feststellt. „Das Konzept der „geteilten Straße“ mit der begehbaren Insel zwischen den Fahrspuren – aber ohne Zebrastreifen. Das dürfte doch nicht das Gelbe vom Ei sein. Ich habe selbst ein paar Mal erlebt, dass Autos an der Stelle abrupt abbremsen mussten – und das vor einer Dame mit Rollator oder einer jungen Frau mit Kinderwagen“, gibt er zu bedenken.

„Hinsichtlich der Bäderordnung sind wir mit der nun beschlossenen Variante absolut zufrieden.“ Peter Terzer, Gemeinderat der FP

 

„Bei der nächsten Verkehrsverhandlung mit einem Sachverständigen des Landes wird dies vorgebracht, um eine etwaige bessere Lösung zu finden“, berichtet dazu Bürgermeister Albert Pitterle (SP).

Weiteres Anliegen der FP: Die Möglichkeit, als blaue Mandatare auch bei Gratulationen der Gemeinde an Jubilare zugegen zu sein. Auch hier zeigte Bürgermeister Albert Pitterle Entgegenkommen: „Die FP wird die Listen bevorstehender Geburtstage künftig erhalten und die Möglichkeit haben, den Jubilaren ihre Aufwartung zu machen.“ „Natürlich beruht dies auf völliger Freiwilligkeit, wir wollen uns ganz sicher niemandem aufdrängen“, möchte hierzu noch FP-Mann Terzer betonen.

Im letzten FP-Antrag wurde auf Hinweistafeln im Stadtgebiet aufmerksam gemacht, die keinen Zweck mehr erfüllen. „Es gibt Tafeln von Firmen, die seit geraumer Zeit nicht mehr existieren“, so Terzer. Diese werden laut Stadtamtsdirektor Oliver Speck bald entfernt.

Badeordnung bezüglich der Kleidevorschriften wurde adaptiert

Der FP-Antrag für ein Burkini-Verbot (islamischer Badeanzug) aus der letzten Sitzung ist seitens der Gemeinde gelöst: Die Badeordnung bezüglich der Kleidevorschriften wurde adaptiert, sodass das Wasser nur mit üblicher, den Hygienevorschriften entsprechender, Badebekleidung gestattet sei. Das wurde in der Sitzung beschlossen. Terzer erfreut: „Hinsichtlich der Bäderordnung sind wir mit der nun beschlossenen Variante absolut zufrieden. So wie der Text nun formuliert ist, kann sichergestellt werden, dass keine Person im ,Burkini‘ das Becken betreten wird.“

„Unser Bademeister sorgt für Sicherheit"

Noch immer Bedenken hat er hingegen wegen möglicher sexueller Übergriffe durch neue Mitbürger: „Meine Hauptsorge gilt weiterhin der Sicherheit der weiblichen Badegäste. Nach inzwischen zahlreichen Vorfällen und Belästigungen in anderen Bädern wäre es grundlegend falsch, aus ,politischer Korrektheit‘ die Augen vor den Tatsachen zu verschließen.“ Pittere entgegnet hierzu: „Unser Bademeister sorgt für Sicherheit und ist angewiesen, jeglichen Vorfall anzuzeigen. Unser Bad ist auch von der Größe sehr überschaubar.“