Erstellt am 26. Mai 2016, 16:54

von Astrid Krizanic-Fallmann

Generationen im Gespräch. Hainfelder Polyschüler interviewten Ehepaar Thalhammer für das "Tu-was"-Filmprojekt.

 |  NOEN, zVg

Den besseren Kontakt zwischen den Generationen möchte Traudl Wolfschwenger mit ihrer Initiative fördern. Gemeinsam mit sechs Hainfelder Polyschülern und Kameramann Franz Lahner arbeitet die Ramsauer Journalistin an der Gestaltung von Porträts über ältere Menschen, welche aus ihrer Vergangenheit erzählen. Beginn der Dreharbeiten für das vom Sozialfestival „Tu was, dann tut sich was“ prämierte Projekt „Lebenserinnerungen“ war am Dienstag der Vorwoche. „Zuerst stellten sich die Schüler für den Film selber vor und nannten ihre Ziele“, berichtet die Regisseurin.

Am Nachmittag folgte für Sophie Schwaiger und Kevin Marek bereits der praktische Teil. Sie interviewten in Lilienfeld das Ehepaar Thalhammer zu Kindheit, beruflicher Werdegang und Familie.

In Kleinzell beziehungsweise Lilienfeld aufgewachsen, wurden Maria und Karl Thalhammer beide Lehrer. Außerdem engagierten sie sich in politischen Funktionen. Maria Thalhammer gehörte 13 Jahre lang dem Lilienfelder Gemeinderat an. Karl Thalhammer war 40 Jahre im Gemeinderat Kleinzell, 22 Jahre hatte er auch das Bürgermeister-Amt inne.

Oral-History-Methoden und Dialogprozess

„Gut gefallen“, hat allen Beteiligten das mehrstündige Gespräch, in dem Veränderungen im Schulwesen, Literatur sowie Reisen ebenfalls zu den erwähnten Themen gehörten.

Um für die Interviews das nötige Rüstzeug mitzubringen, wurden die Jugendlichen im Vorfeld von Buchautorin und Zeitgeschichteforscherin Traude Bollauf mit den Methoden der Oral History vertraut gemacht. Über die vielfältigen Formen menschlicher Kommunikation informierte überdies Dialogprozess-Begleiter Benno Kapelari. „Klassenvorstand Renate Schauderer hat von Beginn an das Vorhaben ebenfalls sehr unterstützt“, ergänzt Traudl Wolfschwenger.

Weitere Zeitzeugen werden von den Polyschülern noch befragt. Der fertig gestellte Film wird laut Wolfschwenger rund 25 Minuten dauern. Dieser soll in Schulen oder Altersheimen präsentiert und bei Vorträgen, Diskussionen oder Workshops verwendet werden.