St. Aegyd am Neuwalde

Erstellt am 22. Juni 2016, 03:35

Gericht bestätigt: Ausbau passt. Erhöhung der Sitzplatz-Kapazität im Restaurant ist für Landesverwaltungsgericht okay, weiterer Ausbau geplant.

Herbert Eder führt bei »Ich bin ein Star« wieder selbst Regie. Hauptakteure im Kameltheater sind natürlich die Kamele selbst. Foto: Kameltheater  |  NOEN, Kameltheater Kernhof/Pressefoto Helmut Lackinger

Es handelte sich lediglich um zehn zusätzliche Sitzplätze, dennoch schaffte es die (mittlerweile umgesetzte) Kapazitätenerhöhung in Herbert Eders Restaurant am Gipfel des Kameltheaters und Weißen Zoos nach einem Anrainereinspruch bis zum Landesverwaltungsgericht.

Das druckfrische Urteil bestätigt nun den von Bezirkshauptmannstellvertreter Andreas Grießler im April 2013 ausgestellten, positiven gewerberechtlichen Bescheid. „Die vorgeworfenen Verfahrensmängel wurden vom Landesverwaltungsgericht abgewiesen, die Lärmbeschwerden zurückgewiesen“, präzisiert Grießler auf Anfrage der NÖN.

„Zu Querulanten gebe ich keine Stellungnahme ab.“

Unternehmer Herbert Eder selbst kommentiert die Anrainer-Abfuhr beim Landesverwaltungsgericht lapidar: „Zu Querulanten gebe ich keine Stellungnahme ab.“ Im Detail sah der realisierte Um- und Ausbau im Restaurant des Kameltheaters übrigens die Erhöhung von 70 auf 80 Sitzplätze vor.

Derweil wälzt Herbert Eder bereits weitere Ausbaupläne. Der St. Aegyder Gemeinderat hatte in seiner jüngsten Sitzung (NÖN/25) in geheimer Abstimmung mit großer Mehrheit die Einleitung eines Raumordnungsverfahrens zur Umwidmung des rund 54.000 Quadratmeter großen Eder-Grundstücks goutiert. Wie lange der beauftragte Raumplaner beschäftigt sein werde, ehe der Gemeinderat erneut über einen allfälligen Umwidmungsbeschluss befinden müsse, könne derzeit noch nicht abgeschätzt werden, sagt Bürgermeister Rudolf Pfeffer im NÖN-Gespräch.


„Die vorgeworfenen Verfahrensmängel wurden vom Landesverwaltungsgericht abgewiesen, die Lärmbeschwerden zurückgewiesen.“ Bezirkshauptmann-Vize Andreas Grießler

Eders Plan sieht am 54.000 Quadratmeter großen Areal 38.500 Quadratmeter für die Tierparkerweiterung, etwa 1.000 Quadratmeter für Baulandsondergebiet zur Beherbergung von Wallfahrern sowie rund 15.000 Quadratmeter für die Errichtung eines Grüngürtels vor. Fortsetzung folgt. . .