Erstellt am 26. Januar 2016, 05:48

von Markus Zauner

Gestank: Traunfellner kündigt Abhilfe an. Geruchsemissionsmessung zeigte Mängel auf: Traunfellner will Defizit im Asphaltmischwerk rasch beheben.

2008 gab es laut Geschäftsführer Friedrich Gschwentenwein die letzte behördliche Überprüfung, nach Bürgerbeschwerden nimmt die Bezirkshauptmannschaft Lilienfeld das Asphaltmischwerk neuerlich unter die Lupe. Foto: Schwaiger  |  NOEN, Schwaiger

Beschwerden von Bewohnern der Lilienfelder Katastralgemeinde Schrambach wegen Geruchsbelästigung hatten im Sommer des Vorjahres zur behördlichen Überprüfung des Asphaltmischwerks der Firma Traunfellner in Freiland geführt.

„Alle dabei festgestellten Mängel wurden mittlerweile behoben“, kommentiert Bezirkshauptmannstellvertreter Andreas Grießler auf NÖN-Anfrage das vorbildliche Verhalten des Betriebes.

„Der Grenzwert wird mehrfach überschritten“

Offen war allerdings noch eine Geruchsemissionsmessung. „Der Grenzwert wird mehrfach überschritten“, bestätigt Andreas Grießler das nun vorliegende und der Firma Traunfellner übermittelte Ergebnis. Bis Ende März dieses Jahres hat das Unternehmen laut Behörde Zeit, ein „Konzept über die Abgasreinigung hinsichtlich der Geruchsstoffe“, wie es im Fachjargon heißt, vorzulegen.

Man stecke bereits mitten in den Vorbereitungen, um Abhilfe zu schaffen, schildert Stefan Wittmann von der Firma Traunfellner. Derzeit steht das Asphaltmischwerk (saisonbedingt) still. Mit der Wiederinbetriebnahme Anfang April sollen die Optimierungsmaßnahmen zur Einhaltung der vorgeschriebenen „Geruchsgrenzwerte“ bereits greifen, kündigt Wittmann an. Die Investitionskosten dafür können aktuell noch nicht beziffert werden, so die Firma Traunfellner.

Qualität für Wohngebiete muss erhalten bleiben

Bürgermeister Herbert Schrittwieser begrüßt die anstehenden Verbesserungen: „Bei aller Bedeutung des Betriebes für die Gemeinde und die Region ist es trotzdem keine Frage, dass wir die Qualität unserer Wohngebiete erhalten wollen.“

Grundsätzlich sei die Lage des Asphaltmischwerkes gut, weil es „etwas außerhalb des Wohngebietes“ liege. „Es ist aber das Gebot der Stunde, dass behördliche Auflagen einzuhalten sind. Vorgeschriebene Auflagen gilt es umzusetzen“, betont Herbert Schrittwieser.