Erstellt am 24. Mai 2016, 12:54

von Markus Zauner

Grünes Licht für die Entschärfung. Bescheid für Lichtzeichenanlage am Habernreitweg rechtsgültig. ÖBB: "Inbetriebnahme zweite Hälfte 2017."

Am 21. Mai dieses Jahres kam es zum tödlichen Unfall auf der Eisenbahnkreuzung Habernreitweg. Jetzt wurde die Entschärfung durch eine Lichtsignalanlage fixiert. Foto: NÖN  |  NOEN, NÖN

Trauer und Aufregung waren groß: Katharina Wiesbauer prallte am 21.Mai 2015 an der Bahnübersetzung am Habernreitweg in Marktl mit ihrem Pkw gegen einen ÖBB-Triebwagen und wurde getötet.

Nicht minder groß war der Wirbel, als im März dieses Jahres die ÖBB davon sprach, noch keinen Bescheid der Behörde erhalten zu haben, um Planungen für die im Zuge einer eisenbahnrechtlichen Verhandlung fixierte Lichtzeichenanlage anstellen zu können. FPÖ-Bezirkschef Christian Hafenecker schaltete daraufhin das Verkehrsministerium ein, weil das Amt der NÖ Landesregierung dagegen hielt, dass sehr wohl ein Bescheid vom September 2015 zur Errichtung einer Lichtzeichenanlage existiere. . .

"Maßnahmen sind im Laufen"

Jetzt scheint sich alles in Wohlgefallen aufgelöst zu haben, wie Christopher Seif von den ÖBB bestätigt: „Ein rechtsgültiger Bescheid der Behörde liegt mittlerweile vor, alle Maßnahmen für die Errichtung der Lichtzeichenanlage an der Eisenbahnkreuzung sind im Laufen.“ Die Inbetriebnahme werde voraussichtlich in der zweiten Hälfte 2017 erfolgen, so der ÖBB-Sprecher. Aufatmen auch bei Vizebürgermeister Wolfgang Labenbacher (ÖVP): „Wenn die Absicherung so erfolgt, ist das für uns eine Verbesserung der Verkehrssicherheit.“

Aktuell ist die Kreuzung durch ein Andreaskreuz, eine Stopp-Tafel und die Zusatzinfo „Auf Pfeifsignal achten“ gesichert.