Hainfeld

Erstellt am 30. August 2016, 06:00

von Gila Wohlmann

50 Euro Strafe für verbotenes Plakatieren. Nicht weggeräumte Plakatständer verschandeln das Ortsbild. Nun muss alles genehmigt werden, sonst zahlt man.

Vizebürgermeister Andreas Klos, Stadtamtsdirektor Oliver Speck, Gemeinderäte Willibald Pitterle und Sandra Bauer (von links) bei der Besichtigung der neuen Plakatkästen.  |  NOEN, privat

Um den Wildwuchs an Plakatständern einzuschränken, wurde in Hainfeld von Bürgermeister Albert Pitterle auf Vorschlag des zuständigen Gemeindeausschusses eine neue Plakatierungsverordnung erlassen.

Künftig dürfen in Hainfeld nur mehr in den für diesen Zweck montierten Plakatkästen Plakate und Druckwerke angebracht werden. Das Plakatieren ist nur nach zeitgerechter Buchung bei der Stadtgemeinde für maximal 14 Tage vor der Veranstaltung und nach vorheriger Entrichtung einer Gebühr von zwei Euro pro Plakat möglich. Der Aushang erfolgt durch Gemeindebedienstete.

Im gesamten Gemeindegebiet stehen insgesamt 47 Plakatkästen zur Verfügung. „Widerrechtlich aufgestellte Plakatständer werden von Bauhofmitarbeitern weggeräumt und können am städtischen Bauhof abgeholt werden. Als Strafgebühr für das Anbringen von Plakaten oder das Aufstellen von Plakatständern ohne Genehmigung werden 50 Euro festgesetzt“, informiert Hainfelds Vizebürgermeister Andreas Klos. Bisher gab es keine Strafen.

"Plakatständer verschandeln das Ortsbild."

Einzige Ausnahme ist die Aufstellung von A-Ständern für Vereine und Organisationen mit Sitz in Hainfeld. Diese müssen rechtzeitig im Stadtamt, mit Bekanntgabe der Standorte und der Anzahl der Ständer, gemeldet werden. Die Gemeinde verborgt dann bei Bedarf gegen eine Kaution von zehn Euro einheitliche A-Ständer.

Wahlplakate von wahlwerbenden Gruppen unterliegenprivat anderen gesetzlichen Bestimmungen und sind von dieser Verordnung nicht betroffen.

„Mit dieser Verordnung möchte die Stadtgemeinde das Überhandnehmen von Plakatständern hintanhalten. Zumeist werden diese von den Aufstellern nach Beendigung der Veranstaltung auch nicht mehr eingesammelt und verschandeln somit das gesamte Ortsbild“, begründet der Vizeortschef diese Maßnahme.