Hainfeld

Erstellt am 07. Juli 2016, 05:21

Lebenserinnerungen als Erfolgsprojekt. Hainfelder Polyschüler führten mit Senioren aus dem Bezirk Interviews durch und ließen dabei Vergangenes aufleben.

Franz Vonwald (Historiker und Jurymitglied Tu was), Schulausschussobmann Christian Köberl, Neue-Mittelschule-Direktor Johannes Hübner, Kulturstadtrat Norbert Scharaditsch, Friedrich Handlhofer (Interviewpartner), Johanna Eder von Tu was, Karl und Maria Thalhammer (Interviewpartner), Jasmin Mayrhofer (Schülerin), Franz Hollaus (Interviewpartner), Kevin Marek (Schüler), Sophie Schwaiger (Schülerin), Traudl Wolfschwenger (Idee, Regie), Anja Zöchling (Schülerin), Franz Wallner (Lehrer in Ruhe), Stefanie Handlhofer (Interviewpartnerin), Rilinda Ibrahimi (Schülerin), Hubert Pfeffer (Interviewpartner), Anna Schagerl (Schülerin) und Lehrerin Renate Schauderer (v. l.) bei der Vorpremiere.  |  Wohlmann, Wohlmann

„Das war eine Erfahrung, die wir nicht missen möchten“: Darin sind sich alle einig — interviewte Senioren, die Polyschüler, Kameramann Franz Lahner als auch Initiatorin Traudl Wolfschwenger.

Am Donnerstagmorgen war es so weit: Der Film „Lebenserinnerungen“, ein vom Tu-was-Sozialfestival gefördertes Projekt, nach einer Idee der Ramsauer Seniorenbundobfrau und ehemaligen ORF-Regisseurin Traudl Wolfschwenger wurde erstmals als Vorpremiere im Hainfelder Kulturzentrum der Öffentlichkeit, darunter viele Schüler, präsentiert. „Meine Idee war ein generationenübergreifendes Projekt, bei dem Jung wie Alt voneinander lernen können“, schildert Wolfschwenger. Die Polyschüler wurden bei der Umsetzung auch von der bekannten ORF-Lady und Historikerin Traude Bollauf in „Oral-History“-Grundsätzen unterrichtet. Weiters arbeitete mit den sechs Jugendlichen der Ramsauer Benno Kapelari. Der Dialogprozessbegleiter machte den Schülern in einem Seminar bewusst, wie Wolfschwenger berichtet, „was Junge Alten geben können, aber auch von ihnen lernen können.“

„Meine Idee war ein generationenübergreifendes Projekt, bei dem Jung wie Alt voneinander lernen können.“ Traudl Wolfschwenger, Regisseurin

Für die Interviews stellten sich der 89-jährige Hubert Pfeffer, der noch einmal seine ÖBB-Lehrwerkstätte besuchen wollte, der pensionierte Schulwart Franz Hollaus, der seine einstige Schule in St. Veit wiedersehen wollte, das Ehepaar Karl und Maria Thalhammer, mit dem ein Spaziergang durch Lilienfeld unternommen wurde, und das Hainfelder Landwirte-Paar Stefanie und Friedrich Handlhofer, das beeindruckend schilderte, wie ihr Bauernhof niederbrannte, zur Verfügung. Die Interviews wurden von Sophie Schwaiger, Rilinda Ibrahimi, Jasmin Mayrhofer, Anja Zöchling, Kevin Marek und Anna Schagerl durchgeführt. Die Premiere des Films findet am 7. Oktober im Rahmen des Tu-Was-Festivals im Lebensgut Rohrbach statt.

Filme über alte Menschen sind für Wolfschwenger nichts Neues, hat sie doch bereits eine Produktion über die St. Veiterin Julie Hofecker und die Ramsauerin Johanna Ott gedreht. Einen Film, wo Junge mit Alten kommunizieren, den gab es bisher noch nicht. Erst das Sozialfestival ermöglichte ihr dies.