Hainfeld

Erstellt am 08. Juli 2016, 08:24

von Gila Wohlmann

Premiere naht: Die Bäuerinnen als Film. Bezirksbäuerin Veronika Heinz hat Leben der Frauen in der Landwirtschaft unvergesslich gemacht.

Blick in die Vergangenheit: Der Bäuerinnentag 1980 im ehemaligen Gasthaus Hinterhofer in St. Veit unter der damaligen Bezirksbäuerin Veronika Wagner.   |  NOEN, zVg

Es war die Idee der Hainfelderin Veronika Heinz, jetzt steht diese kurz vor der Premiere. Der Film „Bäuerin im Bezirk Lilienfeld“, eine Produktion anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Bäuerinnenorganisation, ist vollendet.

„Weil die wirtschaftliche Situation in der Landwirtschaft derzeit stark von Negativschlagzeilen geprägt ist und dabei sehr schnell auf die Errungenschaften der letzten Jahrzehnte vergessen wird“, nennt Bezirksbäuerin Veronika Heinz ihre Motivation für diesen Film, doch nicht nur: „Auch weil die Organisation der Bäuerinnen auch nach der Vereinsgründung als die größte Frauenorganisation des Landes eine tragende Säule in der gesellschaftlichen Gestaltung im Dorfleben ist.“

Unterstützung gefunden

Rasch fand sie 2014 fachkundige Unterstützer: Franz Lahner, Hobby-Filmer aus Leidenschaft, und ORF-Regisseurin Traudl Wolfschwenger. So wurde seit Frühjahr 2015 an verschiedenen Drehorten des Bezirkes die Einzigartigkeit von 14 Bäuerinnen des Bezirkes Lilienfeld eingefangen, stellvertretend für alle Landwirtinnen. „Die größte Herausforderung war zweifelsohne, die vielfältigen Talente der Bäuerinnen im Interview ,herauszukitzeln‘“, erzählt auch Traudl Wolfschwenger. Für die meisten Bäuerinnen war es das erste Mal, vor laufender Kamera zu sprechen. „Wir wollen mit diesem Film in erster Linie die rasanten Entwicklungen für die Bäuerin und ihr Arbeitsumfeld in den letzten 40 Jahren darstellen und mit der Botschaft verbinden, welch wichtige Rolle die Bäuerin auf den Betrieben spielt. Eine partnerschaftliche Betriebsführung kann dazu beitragen, das wirtschaftliche und menschliche Gleichgewicht zu optimieren und somit das Beste aus dem Betrieb herauszuholen“, ist Heinz überzeugt.

Ein weiterer Aspekt im Film ist auch die notwendige wirtschaftlich übergreifende Zusammenarbeit von Landwirtschaft, Handel und Gewerbe. Wichtig war Heinz, in diesem einstündigen Sreifen hervorzuheben, dass „Bäuerin sein“ heute noch ein attraktiver Beruf mit vielen Vorteilen ist.“ In keinem anderen Berufsfeld könne so aktiv der Arbeitsplatz gestaltet und mitbestimmt werden als am Bauernhof, meint sie. Der Termin zur Erstaufführung am 20. 7. ist ausverkauft, für den zweiten Termin am 27. Juli, 19 Uhr im Kino Hainfeld, gibt es bei den Gemeindebäuerinnen noch Karten.