Erstellt am 18. November 2015, 11:50

von Astrid Krizanic-Fallmann

Hilfe im Notfall verbessert. Um das "therapiefreie Intervall" so kurz wie möglich zu halten, werden vier Mitterbacher Rotkreuz-Sanitäter zu Hause alarmiert und fahren mit Privatautos zu Einsätzen.

Die Mariazeller Ortsstellenleiterin Andrea Prenner kann für Mitterbach und die nähere Umgebung als First Responder die freiwilligen Mitarbeiter Markus Oberfeichtner, Kurt Sommerer, Daniel Gross und Karl Weber (von links) einsetzen.  |  NOEN, Foto: Rotes Kreuz Bruck/Kapfenberg, Ortsstelle Mariazeller Land

Verbessert wurde die Qualität der rettungsdienstlichen Versorgung. Denn in Mitterbach stehen nunmehr vier heimische Sanitäter als First Responder bereit.

Daniel Gross, Markus Oberfeichtner, Kurt Sommerer und Karl Weber sind freiwillige Mitarbeiter des Roten Kreuzes Mariazell. Sie werden zu Hause alarmiert und fahren mit ihren Privatautos zu den Einsätzen. Ausgestattet mit Notfallrucksäcken führen sie bis zum Eintreffen der zeitgleich informierten Mannschaft Erste-Hilfe-Maßnahmen durch und halten das „therapiefreie Intervall“ so kurz wie möglich.

Zwei Rettungsleitstellen arbeiten zusammen

„Für den Patienten können das wertvolle Minuten sein“, erklärt der stellvertretende Bezirksrettungskommandant des Roten Kreuzes Bruck/Kapfenberg, Benjamin Leodolter, den Vorteil des First-Responder-Projektes im Mariazeller Land. Zusätzlich schuf die Gemeinde Mitterbach einen Defibrillator an, der für jedermann zugänglich im Gemeindefoyer hängt. Das Gerät wird von den First Respondern gegebenenfalls auch mitgenommen.

Die Helfer sind laut Leodolter bis nach Annaberg beziehungsweise auf steirischer Seite im Raum Mariazell „flexibel einsetzbar“. Angefordert werden sie von beiden Rettungsleitstellen, der in Graz und in St. Pölten.

Im Zuge der Entwicklung des First-Responder-Projektes wurde gleich die bundesländerübergreifende Alarmierung optimiert. „Die Zusammenarbeit der Leitstellen ist im Vergleich zu früher noch flüssiger geworden“, weiß Leodolter. Auch der NAW Mariazell ist im Bezirk Lilienfeld unterwegs. Wichtig für die Rettung und die Mariazeller Bürger ist ebenfalls das Spital in Lilienfeld.

Nutzung von regionalen personellen Ressourcen

Apropos Zusammenarbeit: Kooperiert wird weiters auf mehreren Ebenen. Die vier Ehrenamtlichen der RK-Ortsstelle Mariazell sind nämlich außerdem Mitglieder der Bergrettung Mitterbach. „Jeder profitiert vom anderen“, sagt der stellvertretende Bezirksrettungskommandant zur Nutzung von regionalen personellen Ressourcen. Und: „Ein besonderer Dank gilt der Rot-Kreuz-Bezirksstelle Lilienfeld, die den First Respondern zwei Notfallrucksäcke zur Verfügung gestellt hat“, so Benjamin Leodolter.