Erstellt am 28. September 2015, 14:40

von Gila Wohlmann

Insolvenzfahren: Bangen um Apotheke. Hohe Schulden haben sich im Rahmen der Verlassenschaft von Arzt Norbert Starzengruber angehäuft. Masseverwalter sucht nach neuen Käufern, um Fortbetrieb zu sichern.

Die Zukunft der St.-Hubertus-Apotheke Hohenberg ist im Moment in Schwebe. Foto: Gravogel  |  NOEN, Klaus R. Gravogel
Rund 105.000 Euro an Verbindlichkeiten — und das ohne die Forderungen der Banken. So lautet die Erstauskunft des Kreditschutzverbandes von 1870 auf NÖN-Anfrage zum laufenden Insolvenzverfahren der St.-Hubertus-Apotheke Hohenberg, die zur Verlassenschaft des verstorbenen Gemeindearztes Norbert Starzengruber gehört.

Seine Praxis wurde vorerst als Witwenpraxis weitergeführt. Mittlerweile hat Ruth Eder-Harm die Stelle der Gemeindeärztin in neuer Ordination im Sozialzentrum übernommen – die NÖN berichtete:

Derzeit läuft der Betrieb noch weiter

Die erste Prüfungstagsatzung zum Insolvenzverfahren findet am 17. November statt.

Bürgermeister Heinz Preus: „Der derzeitige Zustand in der Apotheke ist für die Kunden und Patienten nicht tragbar. Es gibt nur sehr wenige Medikamente, vieles ist nicht vorrätig!“ Diese Rückmeldungen bekäme die Gemeinde immer wieder.

Masseverwalter Markus Mayer aus St. Pölten berichtet, dass „er bestrebt sei, die Apotheke weiter zu führen“. Interessenten werden gesucht. Derzeit läuft der Betrieb noch weiter. Wie lange, steht allerdings nicht fest. Das Gesundheitszentrum, auch gegründet von Starzengruber, ist schon geschlossen.

Preus betont, dass die Gemeinde bemüht sei, „rasch nach einer unbürokratischen Lösung zu suchen“ – damit auch jene, die nicht mobil seien, Medikamente im Ort erhalten würden.

Witwe Tamara Starzengruber konnte bis Redaktionsschluss für eine Stellungnahme nicht erreicht werden.