Hohenberg

Erstellt am 12. Juli 2016, 05:21

von Nadja Straubinger

Cyberkriminelle: Hilfsprojekt war Betrug!. Im Glauben, Gutes zu tun, verlor Hohenbergerin über 22.000 Euro.

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Nicht jeder Freund im Facebook ist auch ein wahrer Freund. Das musste jetzt auch eine Hohenbergerin erfahren. Über eine vermeintliche Facebook-Bekanntschaft verlor sie über 22.000 Euro!

Gewiefte Vorgehensweise

Die Betrüger gingen dabei besonders gewieft vor. Die Betroffene erhielt auf Facebook eine Freundschaftsanfrage eines angeblich amerikanischen Mädchens. Da diese „harmlos“ wirkte, bestätige sie dies. Doch hinter der vertrauenserweckenden jungen Dame meldete sich plötzlich ein fremder Mann. Auch dies ließ die Frau noch nicht stutzig werden, im Gegenteil, sie pflegte regelmäßigen Kontakt zum Fremden, da dieser ihr vorgaukelte, Geld für ein Hilfsprojekt in Südamerika zu benötigen.

Wasserleitungen wolle er für Bedürftige verlegen, waren seine Vorwände. Davon zeigte sich die Dame sichtlich angetan und als der Mann im Laufe des regelmäßigen Chats angab, dass es im Zuge seiner Hilfstätigkeiten zu Schwierigkeiten käme, bat er sie um finanzielle Unterstützung oder zumindest um eine Geldleihe.

„Nie einfach Fremden, die man über Internet kennengelernt hat, Geld überweisen"

Die Polizei warnt

Da wollte die großzügige Hohenbergerin, die dachte, Gutes zu tun, nicht Nein sagen und machte den entscheidenden Fehler. Sie überwies mehrmals auf das Konto des vermeintlichen Südamerikaners sowie auf das Konto eines abgeblichenen Geschäftspartners in Südafrika insgesamt über 22.000 Euro.

Alles klang ja vertrauenserweckend, schließlich erhielt sie fingierte Bestätigungen einer tatsächlich existierenden Bank in Südafrika, dass sie das Geld zurückbekäme. Doch dem war nicht so.

Eine Rücküberweisung des Geldes erfolgte bislang nicht. „Nie einfach Fremden, die man über Internet kennengelernt hat, Geld überweisen. Dieses ist dann mit ziemlicher Sicherheit unwiederbringlich verloren!“, warnt die Polizei. Denn die Täter sitzen irgendwo im Ausland, haben andere Identitäten. Die Chance, sie auszuforschen, ist gering.

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