Erstellt am 29. Juli 2016, 08:11

Drei Betriebe prämiert. Kulturgasthof „Zwei Linden“, Pension Grasl und Pension Kirchsteiger wurden zum radfahrfreundlichen Betrieb ernannt. Radwegabschnitt in Traisen wird noch im August saniert.

 |  NOEN, Mostviertel Tourismus GmBH

Neue Angebote gibt es seit kurzem am Traisental-Radweg. In der Gemeinde Hohenberg kommen mit dem Kulturgasthof „Zwei Linden“, der Pension Grasl und der Pension Kirchsteiger gleich drei neue „radfreundliche Gastgeber“ hinzu.

Am Mittwoch wurden die Schilder und Flaggen zur Kennzeichnung der neu zertifizierten Gastronomen offiziell übergeben. „Diese Betriebe gehen ihren zukunftsträchtigen Weg und tragen zur Attraktivität des Traisental-Radwegs bei“, betont Projektbetreuerin Doris Mitterböck von der Mostviertel Tourismus GmbH. Klar war es für „Zwei-Linden“-Wirt Maximilian Schwager, ein radfahrfreundlicher Betrieb zu werden, denn: „Mein Gasthof liegt nahe des Radweges. Eine Zufahrtsstraße von dort führt direkt zu mir.“ Was ihn besonders freut: „Um radfahrfreundlicher Betrieb zu werden, mussten wir uns einer Qualitätskontrolle durch eine Tourismusberatungsfirma unterziehen. Obwohl ich Quereinsteiger bin, wurde meinem Betrieb ein sehr gutes Zeugnis ausgestellt.“ Kriterien für die Zertifizierung sind ein sicherer Abstellplatz für die Fahrräder, Trocknungsmöglichkeiten, Radler-Frühstück, Mindest-Reparatur-Sets sowie Informationen über die nächste Fachwerkstätte.

„Diese Betriebe gehen einen zukunftsträchtigen Weg und tragen zur Attraktivität des Traisental-Radwegs bei.“ Doris Mitterböck, Mostviertel Tourismus GmbH

Die Gastgeber geben Auskunft über den weiteren Streckenverlauf und nahe Ausflugsziele, auch kann schon das nächste radfreundliche Quartier reserviert werden. Zudem verrechnen radfreundliche Gastgeber keinen Zuschlag, wenn man nur eine Nacht bei ihnen zu Gast ist.

Was macht nun Schwagers Gasthof so radfahrfreundlich? „Bei uns gibt es eine absperrbare Fahrradgarage, Menüs von leicht bis deftig und auch schöne Zimmer zum Übernachten“, sagt er. Radfahrer kommen auch gerne zu ihm. „Erst vor kurzem war ein 75-jähriger Wiener bei mir, der von der Bundeshauptstadt nach Hohenberg in nur einen Tag geradelt ist“, erzählt er.

Auch Brigitte Grasl von der gleichnamigen Pension freut sich über die Nominierung und erklärt: „Wir haben in den letzten Jahren unseren Betrieb modernisiert und bieten besten Komfort für unsere Gäste. Vor allem Radfahrer legen darauf Wert. Wir bieten auch WLAN für alle unsere Gäste.“

Insgesamt gibt es nun 25 derartig ausgezeichnete Betriebe – darunter Cafés, Landgasthöfe und Hotels – entlang des 111 Kilometer langen Traisental-Radweges. Kritik am schlechten Zustand des Radweges im Bereich des Traisner Wallfahrerwegs kam indes vor einigen Wochen von einem Lilienfelder (die NÖN berichtete).

Traisens Bauamtsleiter Gerhard Fügl informiert auf NÖN-Nachfrage: „Diese Arbeiten werden noch im August in Angriff genommen. Bedauerlicherweise gibt es dazu – trotz Ansuchen – keine Fördermittel vom Land. Daher werden nur punktuelle Ausbesserungen vorgenommen.“