Hohenberg

Erstellt am 19. April 2017, 06:00

von Gila Wohlmann

Herbert Eder will Gasthof von "ATV-Wirt" kaufen. Kulturgasthof hat geschlossen. Unternehmer sieht in Übernahme Chance auf Erweiterung seines Klinikbetriebes.

Keine Bewirtung gibt es derzeit bei Gastwirt Maximilian Schwager.  |  NOEN, Gravogel

„Wir haben den Gastbetrieb vorübergehend eingestellt“, bestätigt Kulturgasthof-„Zwei-Linden“-Wirt Maximilian Schwager eine Meldung auf der Webseite seines Betriebs.

Aktueller Wirt hält sich über die Lage bedeckt

Hat der Hohenberger Gasthof komplett zugesperrt? Das wollten viele Hohenberger dieser Tage wissen. „Der Pensionsbetrieb bleibt derzeit aufrecht und wir stehen für Zimmeranfragen gerne zur Verfügung“, so Schwager, der auch sagt, dass die Bar „Gwölb“ an Themenabenden und für Veranstaltungen geöffnet hat.

Schwager, der sich mit der Restaurierung und Inbetriebnahme des Hohenberger Traditionsgasthofes einen Lebenstraum erfüllen wollte, hält sich bedeckt, warum er momentan dem Wirte-Dasein entsagt: „Ich werde mich dazu äußern, wenn ich das Gefühl habe, dass die Zeit dazu gekommen ist.“

Gastrobereich im Moment nicht aktiv

Immobilienfachberaterin Stella Lessmann-Uhlir ist mit dem Verkauf betraut: „Der Gasthof ist weiter in Betrieb, nur im Moment wird im Gastrobereich nichts gemacht. Man könnte ihn direkt in dieser Form übernehmen.“ Grund für den Verkauf sei die persönliche Entscheidung des Besitzers, es gebe keine finanziellen Schwierigkeiten.

Der Lilienfelder Unternehmer Herbert Eder hat das Restaurant von Immocontract Wien zum Kauf angeboten bekommen. Er bestätigt: „Wir haben ein Angebot gestellt.“

Eder zeigt Interesse an Gasthaus

In einem Telefonat mit Bürgermeister Heinz Preus hat er diesem zugesichert, dass er im Falle einer Übernahme, den Saal der Gemeinde und den Vereinen weiter für Veranstaltungen zur Verfügung stellt. „Wir werden keine Asylwerber einquartieren“, betont er überdies.

Der Grund seines Kaufinteresses ist leicht erklärt: Primär dient der Kauf zur Erweiterung seines geplanten Krebspatienten-Klinikbetriebes. „Man könnte den Patienten günstige Übernachtungsmöglichkeiten anbieten“, so Eder. Außerdem könnte er sich vorstellen, dass hier zusätzlich Seminare und Workshops angeboten werden.