Hohenberg

Erstellt am 03. August 2016, 09:01

von Gila Wohlmann

Nächster Schritt zu Privatklinik. Herbert Eder hat Vertrag unterzeichnet. Krebskranke finden hier Alternativen zur Chemotherapie.

In eine Privatklinik mit 30 Betten soll das Gesundheitszentrum bis 2019 umgebaut werden. Mit Jänner 2017 ist bereits der Start der Privatordination geplant.  |  NOEN

Jetzt ist es fix: Das Hohenberger Gesundheitszentrum hat einen neuen Eigentümer. Herbert Eder hat am Donnerstag den Kaufvertrag unterzeichnet. „Ich bin natürlich sehr glücklich“, sagt er und kündigt an: „Die nächsten zwei Monate werde ich viel in Deutschland unterwegs sein, um mich mit weiteren Experten für den Feinschliff unseres medizinischen Konzepts zu treffen.“

Luxus-Privatordination zur alternativen Krebstherapiebehandlung

Zur Erinnerung – die NÖN berichtete exklusiv: Der Lilienfelder Unternehmer will das einstige Gesundheitszentrum des verstorbenen Hohenberger Gemeindearztes Norbert Starzengruber in eine Luxus-Privatordination zur alternativen Krebstherapiebehandlung umwandeln, um sich nicht belastenden Chemotherapien ausssetzen zu müssen. So sollen hier die Colon-Hydro-Therapie zur Stärkung des Immunsystems oder auch Misteltherapie angeboten werden. „Eine medizinische Lücke in Österreich“, wie Eder bereits im letzten NÖN-Gespräch anklingen ließ. Rund 10.000 bis 12.000 Euro soll eine Behandlung kosten. Sorgen, dass Leute dies nicht nutzen könnten, hat er nicht, denn: „Gesundheit ist den Leuten viel wert und unsere Zielmärkte sind Russland und der arabische Raum.“

Ordination ab 1. Jänner 2017 geöffnet

Die Ordination soll bereits mit 1. Jänner 2017 in Betrieb gehen, bis 2019 dann eine Station mit 30 Betten folgen. „Durch die Klinik werden rund 20 neue Arbeitsplätze in der Region geschaffen“, betont er. Masseverwalter Markus Mayer ist mit dem Kauf durch Herbert Eder zufrieden: „Beide Konkursverfahren aus der Verlassenschaft von Norbert Starzengruber sind nun endlich abgeschlossen. Sowohl mit dem Erhalt der Apotheke als auch der Fortführung des Gesundheitszentrums wurden sehr regionale Lösungen gefunden.“ Neben einer Interessentin, die nur Einzelteile aus dem Inventar kaufen wollte, hätte es noch ein Angebot eines bekannten Konkursverwertungsunternehmens gegeben. „Dessen Angebot lag unter dem von Herbert Eder. Wir wollten aber den Maximalbetrag erzielen“, sagt Mayer. Ortschef Heinz Preus freut sich über das geplante Projekt: „Der Tourismus wird belebt.“ Eder ist noch wichtig anzumerken: „Dieses Projekt hat nichts mit Asylwesen zu tun. Unser Unternehmen macht viel mehr. Asyl ist nur ein kleiner Teil unseres Angebots.“