Erstellt am 31. Mai 2016, 05:04

von Markus Zauner

Kaufdetails liegen am Tisch. Ohne Beschneiungsanlagen sind Lifte um einen Euro zu haben. Frist läuft bis zum 30. Juni.

Die Zukunft der Pfarrboden-Lifte -- im Bild der Doppelsessellift -- ist weiter das beherrschende Thema in Annaberg.  |  NOEN, Heidlmair
Die NÖN berichtete exklusiv über die Entscheidung des Landes, die Pfarrboden-Lifte zum symbolischen Preis herzugeben. Seit der Vorwoche liegt das Angebot offiziell vor. Wenig überraschend: Der Doppelsessellift Pfarrboden und der Schlepplift Reidl V werden der Gemeinde und/oder von dieser namhaft gemachten Dritten lastenfrei und zum Preis von nur einem Euro offeriert.

Um ein echtes Schnäppchen handelt es sich allerdings nur auf den ersten Blick: Beschneiungsanlagen, Wasserbezugsrechte beziehungsweise sonstiges Zubehör sind (ebenfalls erwartungsgemäß) nämlich nicht im Kaufangebot inkludiert.

Ein gebrauchtes Pistengerät, Baujahr 2006, bietet die landeseigene Annaberger Liftbetriebs-Gesellschaft indes um 45.000 Euro an. Mit der Auflage, dass der Käufer für Einstellmöglichkeit und Betriebstankstelle zu sorgen hat.

Bisher wurde kein Käufer gefunden

Bis Redaktionsschluss dieser Ausgabe gab es keinen Käufer, bestätigt Bürgermeisterin Petra Zeh. Allerdings: „Es gibt Anfragen von Privatinvestoren“, weiß die Annaberger Ortschefin. Und: Gemeindeintern werde gegenwärtig eifrig über eine etwaige Beteiligung der Kommune debattiert.

Die Zeit drängt, denn der Kaufvertrag muss spätestens bis zum 30. Juni unterfertigt sein. Diese Frist sei „nicht verlängerbar“, heißt es im Anbot des Landes, das die Pfarrboden-Lifte (wie berichtet) nicht mehr betreiben wird, dezidiert.

Gelinge eine dauerhafte Rettung im Sinne der Skifahrer und Betriebe nicht, appelliert Bürgermeisterin Petra Zeh übrigens weiter ans Land, das Pfarrboden-Aus noch etwas aufzuschieben: „Damit sich Betriebe und Kunden einstellen können.“