Erstellt am 15. Dezember 2015, 05:13

von Markus Zauner

Geschafft: Bis Bangkok geradelt. Nach 494 Stunden Fahrt auf dem Drahtesel haben Kaumbergerin und ihr Freund die thailändische Hauptstadt erreicht.

Geschafft! Sichtlich groß war die Freude bei den zwei Radfahrern, es bis Bangkok geschafft zu haben.  |  NOEN, privat

Unter dem Motto „Radschlag nach Osten“ starteten die Kaumbergerin Alexandra Zöchner und ihr Freund Stefan Jahrmann Mitte Mai von Österreich aus ihre Marathon-Fahrt. Nun sind sie in der thailändischen Hauptstadt Bangkok angekommen. Von den über sechs Monaten auf Achse saßen die beiden Abenteurer an 102 Tagen exakt 494,11 Stunden am Fahrrad und spulten dabei 8.323 Kilometer auf dem Drahtesel ab. Im NÖN-Exklusiv-Interview schildert Alexandra Zöchner die Erlebnisse.

NÖN: Was waren bisher die schönsten Erlebnisse?
Zöchner: Die Gastfreundschaft und Freundlichkeit der Menschen in den verschiedenen Ländern, die Freiheit, Sonnenuntergänge und das Erreichen eines neuen Landes.

Im Gegenzug die unerfreulichsten Begebenheiten?
Zöchner: Stefan hatte in Kasachstan eine Lebensmittelvergiftung, in Kasachstan und Kirgistan wurden die Schmerzen an meinem Knie zu heftig. Dazu kamen notwendige Reparaturen am Fahrrad und das extrem schlechte Wetter in Kasachstan.

Gab es auch schon gefährliche Momente?
Zöchner: Nein, nicht wirklich. Nur beim Verkehr vielleicht: Die Kirgisen fahren äußerst aggressiv und teilweise ohne Führerschein Auto, die Laoten haben keine Ahnung von Verkehrsregeln und fahren trotzdem alle Moped.

Wie sehr hat die Radtour schon an den Kräften gezehrt?
Zöchner: Leichte oder mäßige Knieschmerzen gehören meist zum Alltag. Eine Woche ohne Pause zu radeln, ist schon ermüdend. Aber generell sind wir nach wie vor motiviert — die Hügel in Laos und Thailand haben uns nur stärker gemacht.

Wie geht es jetzt weiter auf der Reise?
Zöchner: Bis zum 22. Dezember lassen wir es uns hier in Thailand gut gehen und machen etwas Urlaub vom Urlaub. Danach geht es für uns ab nach Neuseeland, wohin uns auch unsere Räder begleiten dürfen. Die Südinsel werden wir definitiv mit dem Fahrrad erkunden.

Wann geht es wieder heimwärts?
Zöchner: Ganz fest steht unsere Rückkehr noch nicht, wahrscheinlich werden wir jedoch spätestens im April wieder in Österreich sein.

Sie wollen mit Ihrer Reise möglichst viele Spenden für die Promise Foundation Austria (PFAU) lukrieren. Ein Verein, der Geld für die Kariyangwe Primary School im Norden von Simbabwe sammelt. Wie ist die Zwischenbilanz?
Zöchner: Wir konnten bisher 3.295 Euro für den PFAU-Verein sammeln.