Kaumberg

Erstellt am 25. April 2017, 04:55

von Astrid Krizanic-Fallmann

Topothek im Aufbau. Beiträge zur lokalen Geschichte werden in Kaumberg gesammelt. Erste Gemeinde im Bezirk stellt Datenbank im Herbst vor.

Das Topothek-Team bilden Aloisia Panzenböck, Christine Dworschak, Doris Radinger, Roland Herold und Anna Maria Reischer (v. l.).  |  NOEN, privat

Rund 400 Posten sind hochgeladen, und es werden noch unzählige folgen. Eine Topothek errichtet Kaumberg als erste Gemeinde im Bezirk. Die Plattform erschließt online unter Mitarbeit der Bürger das lokalhistorisch relevante Material und Wissen, das sich auch in privaten Händen befindet. Optimal aufbereitet, dient das virtuelle Archiv als kollektives Gedächtnis für die künftigen Generationen.

Um den Aufbau kümmern sich als Team vor allem Anna Maria Reischer sowie Aloisia Panzenböck und Christine Dworschak. Nach einem Vortrag hat Reischer die Sache „in die Hand genommen“. Quer durch alle Bevölkerungsschichten werden unter dem Motto „Damit es nicht verloren geht!“ Dokumente gesucht. „Diese sollten älter als 15 Jahre sein“, so die Gemeindebedienstete.

Digitale Kopie im Netz 

Da gerade Alltag und Normalität im Vordergrund stehen, sind Bilder von Familien, Festen, Ereignissen oder aus Schulen genauso gefragt wie von Menschen bei der Arbeit und in der Natur. Fotos von Gegenständen, Pflanzen und Tieren, niedergeschriebene Erzählungen, Zeitungsartikel, Karten, Urkunden, Zeugnisse, Parten oder Verträge finden ebenfalls Verwendung. Interessant ist alles, was sich bereits verändert hat, so unbedeutend es auch erscheinen mag.

Die Beiträge können bei Reischer und ihrer Kollegin Doris Radinger am Gemeindeamt eingescannt werden. Der Besitzer bekommt sie wieder zurück. Es wird nur eine digitale Kopie im Netz veröffentlicht. Anmerkungen dazu sind erwünscht.

Teils eigenes, teils Material von anderen pflegt auch Aloisia Panzenböck ein. „Ich beschäftige mich sehr mit Heimatkunde, fotografiere viel“, sagt die pensionierte Volksschullehrerin. Die Geschichte Kaumbergs nicht in Vergessenheit geraten lassen, will weiters Christine Dworschak als Ansprechpartnerin. Was schon alles in der Datenbank erfasst werden konnte, wird bei einem Heimatabend im Herbst vorgestellt.

Kontakte

Aloisia Panzenböck, 0664/1364680, alpanz@gmx.at Christine Dworschak, 0660/2808816, christine.dworschak@a1.net

Anna Maria Reischer und Doris Radinger, 02765/282, gemeinde@kaumberg.gv.at

Roland Herold, Heimatmuseum Kaumberg, 0650/6762541.