Erstellt am 13. April 2016, 05:04

von Gila Wohlmann

Kein klares Verbot für Burkinis.  Die Klausel über die Vorschriften zur Bekleidung wurde adaptiert.

Der Sportausschuss tagte, eine Änderung bezüglich der Bekleidungsvorschriften in der Bäderordnung wurde auf Schiene gebracht. Dies begrüßen auch die SP-Gemeinderäte Peter Sperl, Veronika Wochner, Vizebürgermeister Andreas Klos sowie die Stadträte Johann Schildbeck und Ingrid Sperl (von links).  |  NOEN, zVg

Es ist in aller Munde, FP-Gemeinderat Peter Terzer forderte dies in der letzten Gemeinderatssitzung — ein Verbot für Burkinis im Hainfelder Stadtbad, also das Tragen muslimischer Badebekleidung.

Damit stieß Terzer nicht zwingend auf Ablehnung bei den Mandataren der anderen Fraktionen, sodass sein Antrag in den Sportausschuss verlegt wurde. Und dieser tagte vor wenigen Tagen. Ausschussvorsitzender Stadtrat Johann Schildbeck (SPÖ) bestätigt: „Unsere Bäderordnung ist an die 20 Jahre alt. Wir haben beschlossen, diese hinsichtlich der Bekleidungsvorschriften zu adaptieren.“ So seien in Zukunft Badeanzug, Bikini oder Badehose als herkömmliche Badebekleidung Vorschrift. Ein konkretes Burkini-Verbot darin zu manifestieren, sei aber derzeit, so Schildbeck, nicht angedacht, denn: „Es liegt im Ermessen des Bademeisters, zu überprüfen, ob die jeweilige Bekleidung den Vorschriften entspricht.“

Die endgültige Entscheidung in dieser Angelegenheit wird im Rahmen der nächsten Gemeinderatssitzung gefällt, bestätigt Peter Terzer und meint. „Ich bin guter Dinge, dass sich in Zusammenarbeit mit SPÖ und ÖVP eine Lösung finden lässt, die auch für unsere Fraktion absolut annehmbar sein wird.“