Erstellt am 23. Februar 2016, 05:04

von Nadja Straubinger

Killmaier ist jetzt RK-Bezirksstellenleiter. Neues Bezirksstellenleiter-Team gewählt und auf das vergangene Jahr bei Jahreshauptversammlung zurückgeblickt.

Patrick Killmaier, Manuel Dörr (v. l.) und Rosemarie Pinz (r.) überreichten Christine Anzberger und Christina Hack ein Präsent zum Abschied.  |  NOEN, ÖRK/Lilienfeld/Bauer

Seit 2007 ist der Türnitzer Arzt Patrick Killmaier als Notarzt beim Roten Kreuz tätig, seit der Jahreshauptversammlung ist er nun auch RK-Bezirksstellenleiter. „Es gefällt mir, dass ich jetzt in erster Reihe involviert bin“, erklärt Killmaier und führt weiter aus, dass es einige Herausforderungen im Bezirk zu meistern geben wird. „Durch die Zunahme an älteren Personen kann es zu einem Mangel im Rettungsdienst kommen“, weiß der neue Bezirksstellenleiter.

Deswegen will er nun auch darauf schauen, mehr mit Nachbarorganisationen zusammenzuarbeiten. Um für die verbliebenen freiwilligen Mitarbeiter mehr Attraktivität zur Mitarbeit zu schaffen. Auch bei Kursen sollen in Zukunft Synergien gebündelt werden.

Umstellung auf das NEF-System

Eine große Herausforderung in diesem Jahr ist die Umstellung auf das NEF-System im September. „Dabei ist es sehr wichtig, eine gute Infrastruktur zu stellen“, weiß der neue Bezirksleiter. Das RK Traisental hat immer darauf geschaut, dass die Rettungsfahrzeuge auf hohem Niveau ausgestattet sind und eine sichere Nutzung der Ausrüstung im Notarztwagen auch in den Rettungstransportwägen möglich ist. Beim NEF-System fährt der Arzt mit einem ausgebildeten Notfallsanitäter in einem Pkw zum Notfallort und steigt gegebenenfalls in das Rettungsauto um. Wenn das nicht nötig ist, kann der Arzt schnell seine Einsatzbereitschaft wieder herstellen.
Mit der Bezirksstelle des Roten Kreuzes Traisental hat der Arzt einiges vor. Im Bereich „Gesundheit und Soziale Dienst“ will Killmaier das Angebot erweitern. „Es gibt immer mehr Leute, die zuhause betreut werden, für diese bieten wir Heilbehelfe, Heimsauerstoff oder auch Essen auf Rädern an“, erklärt der RK-Bezirksstellenleiter. Der Bereich „Betreutes Reisen liegt ihm besonders am Herzen, weil er selbst eine Ordination in Türnitz betreibt und einige seiner Patienten auch auf Reisen betreuen kann.

Wichtig beim Roten Kreuz ist die Jugendarbeit. „Ich selbst betreue in Türnitz immer das Kinderferienspiel“, sagt Killmaier. So werde den Kindern der Zugang zur Medizin leichter gemacht. Gerade im ländlichen Raum werde die Situation immer schwieriger und beim Kinderferienspiel und dann beim Jugend-Roten-Kreuz werden Basismaßnahmen mit den Kindern geübt.

Rückblick auf das vergangene Jahr

Neben den Wahlen wurde bei der Jahreshauptversammlung auch auf 2015 zurückgeblickt. 137.309 Einsatzstunden wurden von den Mitarbeitern geleistet. Dabei wurden mehr als 390.000 Kilometer zurückgelegt. Bei den Spritpreisen sei dies eine große Belastung und nur durch die Freiwilligen, Spender und Partner zu stemmen. Killmaier betont aber auch: „Viele Kollegen sind keine Sanitäter, sie engagieren sich in anderen Bereichen, abseits der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, denn das Rote Kreuz ist mehr als nur Rettungsdienst.“