Kleinzell

Erstellt am 16. Mai 2017, 05:26

von Claudia Stöcklöcker

Illegale Hanfplantage aufgeflogen. Illegale Pflänzchen hegte und pflegte ein 41-Jähriger. Richter verhängte dafür vier Monate hinter schwedischen Gardinen.

   |  APA (Fohringer)

„Mein befristetes Dienstverhältnis in einer Wäscherei eines Krankenhauses war beendet und ich stand ohne Arbeit da“, erzählt ein Serbe (41) vor dem Richter. Das Angebot, hierzulande eine Marihuanaplantage zu betreuen, kam gelegen. Die illegale Gärtnerei in Kleinzell flog aber auf, der Serbe sitzt nun wegen Suchgifthandels und Vorbereitung zum Suchtgifthandel vor dem Richter.

Serbe gesteht großen Fehler ein

„Es tut mir leid, es war ein großer Fehler“, bedauert der 41-Jährige nun im Prozess am Landesgericht St. Pölten. Wie er zu dem verbotenen Job gekommen ist? „Ein Bekannter eines Freundes hat mich in einem Kaffeehaus in Serbien darauf angesprochen“, erzählt er.

Und er sagt weiters: „2.000 Euro im Monat hat er mir dafür angeboten. Sofort habe ich nicht eingewilligt. Wir haben unsere Handynummern getauscht, und später habe ich es mir doch anders überlegt.“

Betreuung der Plantage in Kleinzell

In dem Haus in Kleinzell lebte der Serbe dann alleine und betreute die illegale Plantage. „Ich habe so etwas das erste Mal in meinem Leben gesehen und hatte davor mit Drogen nichts zu tun. Da lag ein Zettel, auf dem stand, wie ich die Pflanzen pflegen musste. Alle acht Tage ist jemand gekommen und hat mir Essen gebracht. Gearbeitet habe ich von sechs Uhr abends bis in der Früh, tagsüber habe ich geschlafen“, sagt er.

Für den bislang Unbescholtenen setzt es 18 Monate teilbedingt, vier Monate davon muss der 41-Jährige absitzen. Das gefällte Urteil ist rechtskräftig.