Erstellt am 19. Januar 2016, 05:48

von Markus Zauner

An Arbeit mangelt es nicht. Die Psychiater-Misere spitzt sich zu: Auch die nächste Ausschreibung brachte keinen einzigen Bewerber um die vakante Kassenplanstelle in Lilienfeld.

Die Psychiater-Misere spitzt sich zu: Auch die nächste Ausschreibung brachte keinen einzigen Bewerber um die vakante Kassenplanstelle in Lilienfeld.

Einfacher als die Beantwortung der Frage, woran das liegt, ist die Klärung der Frage, woran es nicht liegen kann — an der Arbeit und den daraus resultierenden Verdienstmöglichkeiten. Alleine schon durch die drei Pflegeheime im Bezirk (Hainfeld, Türnitz, Rotheau) hat ein Psychiater mit Kassenvertrag ein breites Betätigungsfeld, das auch ein ansehnliches Gehalt garantieren sollte. Tendenz steigend, weil der laufende Ausbau des Pflegeheims Türnitz eine Erweiterung für Menschen mit psychischen Erkrankungen vorsieht. Wohnen muss der neue Psychiater nicht zwingend im Bezirk, das Einpendeln aus dem Großraum St. Pölten würde sich zeitlich im Rahmen halten.

Der Auftrag (für die Politik) ist klar: Die freie Kassenplanstelle so bewerben und schmackhaft machen, dass sich ein Nachfolger für die pensionierte Barbara Sock findet. Die weitere Aushöhlung der Ärzte-Struktur im ländlichen Raum darf nicht das Ziel sein.