Erstellt am 24. Mai 2016, 05:44

von Markus Zauner

Der berühmte Strohhalm. Markus Zauner über die kleine Chance der Pfarrbodenrettung und den Sommertourismus.

Für Annaberg ist es ein Wechselbad der Gefühle. Zuletzt hat das Land Niederösterreich Millionen in die für den Sommertourismus wichtige Ötscher-Basis und das für den Ganzjahrestourismus unabdingbare JUFA-Hotel gebuttert.

Der Rückzug des Landes als Betreiber der Pfarrboden-Lifte und vor allem die späte Information dazu, stößt vielen freilich sauer auf. Das ist seit der emotionalen Bürgerversammlung letzte Woche offenkundig.

Der Proteststurm trägt erste Früchte, das Land bietet die Lifte nun zum symbolischen Kaufpreis an. Anstatt die Anlagen, wie ursprünglich geplant, schon in den nächsten Wochen rückzubauen. Ob sich (private) Investoren finden, die den Pfarrboden weiterbetreiben, steht freilich auf einem anderen Blatt Papier. Der berühmte Strohhalm zur Rettung ist aber einmal vorhanden.

Und: Annaberg darf (mit Landeshilfe) auch den Blick auf den viel Potenzial versprechenden Ausbau des Sommertourismus nicht verlieren. Wenngleich der Weg dorthin (Stichwort legales Mountainbiken) ein sehr steiniger ist. . .