Erstellt am 15. Dezember 2015, 05:18

von Claus Stumpfer

Der Skiverband muss umdenken. Claus Stumpfer über das Fehlen von Jugendlichen bei Alpinrennen.

Die legendären, als „leicht“ verschrieenen Super-G am Lackenhofer Traumschlag, die in den letzten Jahren im Rahmen der ARS-Rennen des SCU Frankenfels durchgeführt wurden, sind von der NÖ Alpin-Führung nicht mehr genehmigt worden. „94 Starter hatten vor Jahren riesen Spaß, können aber heute nur noch von alten Zeiten plaudern“, ärgert sich SCU-Sektionsleiter Wutzl. Für ihn ist das Abwandern der Jugend vom Alpinsport hin zu Trendsportarten daher die logische Folge.

Freestyle-Bewerbe mit Saltos, Freeriden zwischen den Felsen, Skicross mit Schanzen und vier bis sechs Läufer gegeneinander, sind Konkurrenz für den Alpinsport, die es früher nicht gab. Bei den Jugendlichen ist der Skilauf längst am Abstellgleis, trotz Vorbildern wie Marcel Hirscher, Anna Fenninger oder — vor der Haustür — Marc Digruber.

Snowboard-Bewerbe mit spektakulären Sprüngen, Waterslide und viele neue und andere Bewerbe, begeistern weit eher, und sind Herausforderungen, denen sich die Kids viel lieber stellen. Ein Umdenken des Skiverbands, auch des ÖSV, tut Not. Nach wie vor sind es vor allem die Speedbewerbe, die das große Spektakel garantieren, nach dem es den Jugendlichen dürstet.