Erstellt am 09. Februar 2016, 05:43

von Markus Zauner

Die Gräben sind tief. Markus Zauner über die Reaktionen auf die „Bürgerlisten-gsindl“-Affäre.

Das große Medienecho zum vorwöchigen NÖN-Exklusivbericht über die „Gsindl“-Affäre in Ramsau verwundert nicht. Angesichts der Dauerattacken der Bürgerliste ist es menschlich, dass ein ÖVP-Mandatar einmal die Nerven verliert und zu schimpfen beginnt. Eine Entschuldigung für die verbale Entgleisung hätte die Wogen glätten können. In einem Postwurf aber auch noch vom „Bürgerlistengsindl“ zu schreiben, ist inakzeptabel — und ein weiteres Indiz für die tiefen Gräben zwischen ÖVP und Bürgerliste.

Ein NÖN-Leser fordert ein Machtwort der Landes-ÖVP, um die Ortspolitiker zur Raison zu bringen. Ob das in der verfahrenen Situation noch etwas bringen würde, ist fraglich. Wahrscheinlicher erscheint das Anhalten des Hickhacks (aktuell zum Gefahrenzonenplan), das Ramsau nicht weiterbringt, aber vielleicht die SPÖ oder gar die FPÖ. Sie könnten Gewinner der nächsten Kommunalwahl werden. Nach dem Motto: „Wenn sich zwei streiten, freut sich der Dritte“ — in einer Gemeinde, in der es vor der Bürgerlisten-Abspaltung immer nur einen Sieger gegeben hat: die ÖVP.