Erstellt am 16. Februar 2016, 05:19

von Markus Zauner

Imageschaden bleibt zurück. Markus Zauner über die Bilanz nach der Lift-Panne in Mitterbach.

"Alles gut gegangen, nichts passiert?"Nach der spektakulären Bergung aller 39 auf der Vierersesselbahn der Gemeindealpe festgesessenen Personen trifft das in einem Punkt zu: Die Rettungskette hat bestens funktioniert, alle Passagiere sind wohlauf. Das ist das Wichtigste.

Die Kehrseite: Auch moderne Lift-Anlagen und Großinvestitionen — das Land hat jüngst 6,5 Millionen Euro in die (unumstritten wichtige) Attraktivierung des Skigebietes gebuttert — sind keine Garantie für das Ausbleiben von Lift-Pannen, die nicht zwingend so glimpflich ausgehen müssen wie diesmal.

Auch kein großes Renommee: Die NÖVOG als Betreiber der Gemeindealpe Mitterbach hatte erst vor wenigen Tagen die Wahl zum beliebtesten Skigebiet Niederösterreichs durch einen Radio-Sender vermarktet. Da schmerzen die Negativschlagzeilen durch die Lift-Panne jetzt doppelt.

Der finanzielle Schaden durch den technischen Defekt am Vierersessellift wird die Verantwortlichen der Gemeindealpe weniger jucken, eher der entstandene Imageschaden — denn der ist nicht wegzuleugnen.