Erstellt am 29. Dezember 2015, 05:23

von Wolfgang Wallner

Klassekicker braucht Biss. Wolfgang Wallner über die Chance von Laurent Gashi.

Hochveranlagte Kicker gibt‘s im Unterhaus viele. Doch nur wenige bekommen die Chance, sich bei einem Profiklub zu beweisen. Laurent Gashi ist einer der Glücklichen. Freilich hat‘s mit wenig mit Glück zu tun, dass der SKN St. Pölten auf den Angreifer aufmerksam geworden ist.

Vielmehr mit seiner glänzenden Torquote im Dress der Traisener. Gashi hat einiges von dem, was einen Klassekicker ausmacht. Gelingt ihm die Umstellung, hat er durchaus Potenzial für die Regionalliga.

Als Nachwuchskicker 16 Tore in einer Halbserie zu schießen muss Gashi erst einmal einer nachmachen. Der WSV-Goalgetter stach St. Pöltens „Co“ Jochen Fallmann ins Auge, der ihn in seinem Nebenjob als Radlberg-Kicker als Gegenspieler erlebt hat. Der Stein kam ins Rollen – und weil auch Traisen seinem Juwel nichts verbauen wollte, hat Gashi nun einen Vertrag mit dem SKN in der Tasche.

Ob er sich durchsetzen kann bei den Juniors in der Regionalliga, hängt von zwei Faktoren ab. Wie verkraftet er die höhere Intensität im Training, die Umstellung auf den absoluten Leistungsgedanken? Und wichtiger noch: Hat Gashi den Biss auch Durststrecken, die unweigerlich kommen werden, zu überstehen? Diese Qualität trennt die Spreu vom Weizen. Und den „Badkicker“ vom Fußballer.