Erstellt am 09. August 2016, 04:58

von Markus Zauner

Schwarze Schafe sind zu bestrafen. Markus Zauner über das Urteil im jüngsten Biker-Prozess am Muckenkogel.

Jene auf Unterlassung geklagte Mountainbikerin war abseits der freigegebenen Haupt-Forststraße unterwegs, daher überrascht das Urteil des Bezirksgerichtes wenig. Wer gegen Vereinbarungen verstößt, muss mit Konsequenzen rechnen. Erst recht, weil gerade derartige schwarze Schafe den dauerhaften Bestand der hart erkämpften Bikerstrecke auf den Muckenkogel gefährden.

Die Debatte, warum im Land derzeit nur (von Grundeigentümern) freigegebene Routen zum (legalen) Mountainbiken genutzt werden dürfen, ist müßig. Müßig, weil die Gesetzeslage derzeit nichts anderes erlaubt.

Die Biker-Community fordert legitimerweise das freie Wegerecht für Mountainbiker auf Forststraßen und Wanderwegen ein. Ebenso legitim ist es freilich, dass Grundeigentümer und Jäger auf gültiges Recht pochen. Und so lange sich an der aktuellen Gesetzeslage nichts ändert, wird es weitere Prozesse geben.

Vorschriften sind einzuhalten. Das muss auch für das Mountainbiken Gültigkeit haben. So wichtig dieses als boomender Wirtschaftsfaktor auch geworden sein mag.