Erstellt am 03. November 2015, 05:07

von Wolfgang Wallner

Mit "Muss" geht gar nichts.

Tausendmal probiert, tausendmal ist nichts passiert - mit dem Nimbus des ewigen Zweiten muss der SC Hainfeld leben. Und kann das momentan sehr gut. Mit dem Trainerwechsel, mit dem weg gefallenen Druck des Gewinnenmüssens ging es aufwärts. Hainfeld hat vier Partien in Folge gewonnen. 

Erich Karrer und der SC Hainfeld: Das war ein (vorprogrammiertes) Missverständnis. Die Trennung vom Trainer war nur eine Frage der Zeit. Und seit nun Werner Stockreiter das Interimskommando führt, kommt das liebste Spielzeug von Präsident Harald Fischer ins Rollen. Genug Klasse hat das Team ja, Stockreiter dürfte den richtigen Draht gefunden haben, um die Spielfreude zurück zu bringen. Martin Repa wirkt befreit – und just jener Goalgetter, der zum Saisonstart unter hartnäckiger Ladehemmung litt, netzt nun wieder wie in besten Zeiten.

Dass der Titelzug längst abgefahren ist, dürfte dabei eine Rolle gespielt haben. Mit „Muss“ geht auch im Fuß nichts. Jetzt, wo Ybbs längst entfleucht ist, zeigen die Hainfelder, was sie können.

Eine wertvolle Lektion für die kommende Spielzeit. Ziele braucht jeder – nur, wenn sie zu verbissen angegangen werden, werden sie zum Bumerang. Hainfeld kann davon ein trauriges (Vize-) Lied singen. Nun scheint man gelernt zu haben.