Erstellt am 05. April 2016, 05:34

von Bernhard Schiesser

Ohne Dober fehlte der Spirit. Bernhard Schiesser über den Grund für die Pleite des SKN St. Pölten beim LASK.

Mit einem Sieg in Pasching gegen den LASK hätte der SKN St. Pölten die Tabellenführung auf sieben Punkte ausbauen können. Das hätte die Vorentscheidung im Kampf um den Aufstieg bedeutet. Mit diesem Wissen, mit dieser Chance im Gepäck hätten die St. Pöltner in Pasching anders auftreten müssen. Die Wölfe waren mental für dieses Spitzenspiel nicht bereit.

Wenn‘s klappt, ist‘s gut – wenn nicht, macht‘s auch nichts. Mit dieser Einstellung, so schien es zumindest, liefen die St. Pöltner auf‘s Feld. Ein mentales Rüstzeug, mit dem man nur verlieren kann. Und der SKN hat verloren und das verdient.

Die St. Pöltner waren passiv und wirkten von der Aggressivität der Linzer überrascht. Das änderte sich erst, als in der Pause Andi Dober ins Spiel kam. Da stand der SKN aber, mit 0:1 in Rückstand, bereits mit dem Rücken zur Wand.

St. Pöltens Abwehr spielte ohne Dober zuletzt dreimal zu null. Wer Trainer Karl Daxbacher kennt, weiß dass er so etwas mit Vertrauen quittiert. In diesem Spitzenspiel, mit dieser Konstellation auf den „aggressive leader“ des Teams zu verzichten, war allerdings ein Fehler. Dober hätte allein durch seine Präsenz verhindert, dass die St. Pöltner von Beginn an artig in die Opferrolle schlüpfen.