Erstellt am 07. Juni 2016, 05:20

von Wolfgang Wallner

Schallmauer wird fallen. Wolfgang Wallner über Jenny Wenths Weg nach Rio.

Auf 5.000 Metern sind 1,2 Sekunden nicht mehr als ein paar Schritte. Die fehlten Jennifer Wenth in Wien. Doch um die Leichtathletin aus unserem Bezirk muss sich keiner Sorgen machen. Das verpasste Limit ist mehr als nur ein Lebenszeichen nach der Verletzungspause.

Ist der erste Ärger mal verraucht, wird Wenth ihre Zeit einzuordnen wissen. Die ist für das erste Bahnrennen nach zwölf Wochen Pause – bei alles andere als guten Bedingungen – nämlich aller Ehren wert. Wenn die Kaumbergerin von „Null auf Hundert“ knapp an Bestätigungsnorm für den Olympia-Start heranläuft, lässt das hoffen. Wettkampfpraxis braucht die 24-Jährige ohnehin. Und bleibt sie von Verletzungen verschont, ist es nur eine Frage der Zeit bis sie die 15:40-Minuten-Schallmauer knackt.

Bis zur EM in Amsterdam im Juli ist Wenth wieder voll da. Und in Rio? Da ist alles möglich. Schließlich hat die Kaumbergerin schon bewiesen, dass sie eine Frau für‘s Rampenlicht ist. Bei den letzten beiden Leichtathletik-Großereignissen hielt Wenth als beste Österreicherin die rot-weiß-rote Fahne hoch.

Das ist ihr auch unterm Zuckerhut zuzutrauen. Auch wenn Edelmetall außer Reichweite scheint: Wenths Rolle auf der Weltbühne der Leichtathletik kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.