Erstellt am 31. Mai 2016, 03:04

von Markus Zauner

Schindluder auf Facebook. Markus Zauner über mehr als entbehrliche Postings.

Was auf sozialen Netzwerken mitunter zu lesen ist, geht im sprichwörtlichen Sinn auf keine Kuhhaut. Das zeigen zwei aktuelle Beispiele aus heimischen Gefilden.

Etwa, als eine St. Aegyderin auf Facebook schrieb, dass es „nicht schaden würde, das Flüchtlingsheim beim Stiefsohn abzufackeln“. Vom Vorwurf der Verhetzung wurde die Dame — einigermaßen überraschend — freigesprochen.

Ob der Tatbestand der Verhetzung im Zusammenhang mit einem „Nazi-Arschlöcher“-Posting an die Adresse der FPÖ erfüllt wird, muss nach der Sachverhaltsdarstellung von Christian Hafenecker erst die Staatsanwaltschaft abwägen und über eine Anklage gegen den Verfasser entscheiden.

In beiden Fällen gilt: Denken kann man sich viel, auf Facebook (öffentlich ersichtlich) zu posten, ist eine andere Sache. So gewinnbringend die schnelle und weitgestreute Verbreitung von Nachrichten über soziale Netzwerke manchmal sein mag: Meldungen wie die zwei zitierten haben auf Facebook, Twitter und Co nichts verloren. Und auch sonst nirgendwo.

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