Erstellt am 14. Juni 2016, 04:30

von Markus Zauner

Sorge um Ärzte ist berechtigt. Markus Zauner über die Apothekenpläne in der 4.000-Seelen-Gemeinde St. Veit.

Die Fronten sind verhärtet. Ein Gutachten der Apothekerkammer sieht den Bedarf für eine öffentliche Apotheke in St. Veit. Die zwei Allgemeinmediziner im Ort und die Gemeindespitze laufen dagegen Sturm. Das Praktizieren wäre wenig bis gar nicht mehr rentabel, weil im Falle der Realisierung der Apothekenpläne die Hausapotheken der Ärzte geschlossen werden müssten, heißt es.

Ob die anlaufende Unterschriftenaktion die bevorstehende Bewilligungsentscheidung der Behörde beeinflussen wird, bleibt abzuwarten. Einsprüche und der allfällige Gang bis zum Landesverwaltungsgericht können die Realisierung der Apotheke aber jedenfalls verzögern.

Das (nicht unrealistische) Worst-Case-Szenario aus Sicht der St. Veiter Bürger: Die Apotheke wird bewilligt und beide praktischen Ärzte hören als Reaktion darauf tatsächlich auf. Wie groß die Nachfrage nach den vakanten Posten für Allgemeinmedizin sein würde, ist beim Blick auf die letzte Ausschreibung unschwer auszumalen. Da gab es nur für zwei der elf freien Kassenvertragsstellen im Land Bewerbungen. . .