Erstellt am 23. August 2016, 04:25

von Claus Stumpfer

Happy End für Wenth in Rio. Claus Stumpfer über einen etwas glücklichen Finaleinzug.

Mit diesem Happy End bei den Spielen in Rio hatte Jennifer Wenth nicht mehr gerechnet. Sportlich verfehlte die 5.000-m-Läuferin am Dienstag im Vorlauf den Aufstieg ins Finale deutlich, aber weil das österreichische Team nach einem Sturz zweier Athletinnen vor ihr Protest wegen Behinderung eingelegt hatte, durfte sie am Endlauf teilnehmen. Eine sehr freundliche Entscheidung des Bahnreferees, denn als 28. ins Finale einzuziehen, für das nur die besten 15 vorgesehen waren, ist doch ungewöhnlich. Aber auch die beiden gestürzten Athletinnen durften starten, sodass es sogar 18 Finalistinnen gab.

Trotz Trainingsrückstands wegen einer Sehnenentzündung hatte sich Wenth eine Zeit von 15:30 Minuten und eine Top-20-Platzierung zugetraut und 3000 Meter lang hielt sie im Vorlauf auch gut mit. Der Vorfall und das vermeintliche Aus, ließ aber den Faden völlig reißen.

Wenth hatte ihre Taktik darauf ausgelegt, sich an der dann gestürzten US-Amerikanerin zu halten, weil sie diese schon geschlagen hatte. Eine Taktik, die sich dann im Finale bewähren sollte, denn da wurde die Kaumbergerin zumindest nicht Letzte — Rang 16! Über die Zeiten der Medaillengewinnerinnen wollte sie aber „lieber nichts sagen“.