Erstellt am 16. Mai 2017, 05:11

von Markus Zauner

Statt jammern lieber schätzen. Markus Zauner über die Badeangebote im Bezirk.

Der große Wurf ist bei den Neuinvestitionen in den Freibädern des Bezirkes, die vor dem Start in die neue Saison stehen, nicht dabei. Das war auch nicht zu erwarten. Die Bäder sind durchwegs empfindliche Defizitbrocken — mit überschaubaren Besucherzahlen. Da sind (meist kostenintensive) neue Attraktionen von den Gemeinden kaum zu finanzieren. Allein die nötigen Instandhaltungsmaßnahmen kommen teuer genug.

Anders kann da freilich der urbane Bereich agieren. Das St. Pöltner Freibad verbuchte im Vorjahr beispielsweise rund zehnmal so viele Besucher als jenes in Lilienfeld. Dieser Vergleich macht deutlich, dass es Land-Gemeinden weit schwieriger haben, ihre Bäder (einigermaßen) wirtschaftlich zu führen und sich jede neue Investition x-mal überlegen müssen.

Die Angebote des Bezirkes haben im Vergleich zu den städtischen Großbädern aber auch Vorteile — mehr Ruhe, günstigere Preise beispielsweise.

Die acht Bäder des Bezirkes sind als Serviceeinrichtungen zu verstehen. Das Motto muss also lauten: Schätzen, dass es diese Angebote überhaupt (noch) gibt. Und nicht jammern über vielleicht Fehlendes.