Erstellt am 31. Mai 2016, 04:04

von Wolfgang Wallner

Traisen und der Vize-Fluch. Wolfgang Wallner über den Dauervize im Traisental.

War‘s im Vorjahr ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit St. Veit und heuer ein Duell mit dem ASV Radlberg: Der Ausgang war immer der Gleiche. Der WSV Traisen heimst viel Lob ein und den Vizemeistertitel. Die Lorbeeren holen sich aber die anderen.

Woran ist‘s heuer gescheitert? An der mangelnden Konstanz im Frühjahr. Und daran, dass auch ein Elvir Kovacevic nicht immer eine „Tormaschine“ trifft. Die Ausrutscher nagten am Nervenkostüm der so routinierten Mannschaft. So war Radlberg, das sich kaum Fehler leistete, nicht mehr einzuholen.

Die Devise in Traisen kann nur lauten: Auf ein Neues! Die Vorzeichen stehen nicht schlecht. Mit Neulengbach kommt ein keineswegs übermächtiger Gegner aus der 1. Klasse runter. Und Maria Anzbach, denen man Titelambitionen nachsagt, muss es erst einmal verkraften, wegen Stadionneubaus ohne Heimvorteil durch den Herbst zu kommen.

Auf der Rechnung muss man wieder Böheimkirchen und Schönfeld haben. Neben dem Dauervize natürlich. Traisen hat den Vorteil einer eingespielten, fußballerisch blendenden Truppe. Um sich den Titel zu schnappen, braucht‘s aber mehr. Da muss man auch mal über die eigenen Grenzen hinausgehen. Gelingt das, wird Traisen nur schwer zu stoppen sein.