Erstellt am 05. April 2016, 04:14

von Markus Zauner

Über ein Jahr Stillstand reicht. Markus Zauner über die sich anbahnende Neuwahl in Ramsau.

Es ist so gut wie fix: Nach den ÖVP-Rücktritten werden die Karten im Ramsauer Gemeinderat lange vor Ablauf der eigentlich bis 2020 dauernden Periode neu gemischt. Die wahlentscheidende Frage steht freilich schon fest: Wem gelingt es besser, dem anderen den Schwarzen Peter für den frühzeitigen Urnengang zuzuspielen — der ÖVP oder der Bürgerliste? Erstere ist mit ihrem Schritt Auslöser der Neuwahl und wirft der Bürgerliste vor, aktives Arbeiten verhindert zu haben. Die Liste spricht wegen der ÖVP-Rücktritte von Arbeitsverweigerung der Schwarzen.

Aus Bürgersicht wäre nach der Neuwahl eine satte Mehrheit für eine der Streitparteien eine Wohltat — oder es gelingt durch das Einschreiten der Bezirks- und Landes-ÖVP im Vorfeld die (schwer vorstellbare, aber nicht unmögliche) Einigung der in ÖVP und Bürgerliste gespaltenen Lager. Dann würde alles andere als eine Dominanz der Schwarzen wie in alten Zeiten überraschen. Das schlimmste Szenario wären Neuwahlen und ein Andauern des Streits — über ein Jahr Stillstand in der Gemeindearbeit sind genug.