Erstellt am 18. Februar 2016, 14:19

von Nadja Straubinger

kommt heuer. von Geräusch- und Luftemissionen.

Nach Langzeitmessungen wird in Zusammenarbeit mit einem Ziviltechniker ein Maßnahmenkatalog erarbeitet.  |  NOEN, NÖN

 Schüttgeräusche, Klopfen und Klirren – das stört die Anrainer der Mariazeller Straße in Traisen. Anfang November des Vorjahres waren sie zu einer gewerberechtlichen Verhandlung des Betriebes Georg Fischer Fittings gekommen, um über diese Problematik zu sprechen. Geschäftsführer Bernhard Dichtl zeigte sich gesprächsbereit und lud zum ersten Anrainer-Gespräch.

Weitere Maßnahmen werden folgen

Einige Maßnahmen wurden unmittelbar umgesetzt, weitere sollen folgen. „In den vergangenen Wochen haben wir umfassende, großräumige Langzeitmessungen durchgeführt, die freiwillig sind und über die rechtlich geforderten Analysen weit hinausgehen“, erläutert Dichtl. Unter Einbeziehung eines Ziviltechnikers werde derzeit ein Konzept zur Optimierung der Lärm- und Luftemissionen erarbeitet. „Die Maßnahmen sollen eine signifikante Verbesserung für die unmittelbare Umwelt darstellen“, so Dichtl. Schon nach der letzten Anrainer-Information wurde das besprochene Schließen von Fenstern und Toren in den Nachtstunden in die Wege geleitet.

Am neuen Trockenentstauber wurden in den vergangenen Wochen Verbesserungen zur Lärmreduktion realisiert, weitere Schritte folgen laut Dichtl.

Der Trockenentstauber ist dennoch Stein des Anstoßes bei den Anrainern. „Wenn er auf Volllast läuft, ist er sehr laut“, so ein Anrainer. Aber auch dagegen soll es eine Lösung geben, wie der Georg-Fischer-Fittings-Geschäftsführer weiß: „Die angekündigte schalltechnische Umhausung einer Anlage im Inneren der Fabrik wird in der zweiten Hälfte des Jahres durchgeführt.“

„Den zumutbaren Lärmpegel ergibt das Verfahren durch die Lärmmessungen, die an verschiedenen Standorten durchgeführt werden.“ Andreas Grießler, Bezirkshauptmann-Stellvertreter

Besonders interessiert die Anrainer, wie hoch der Lärmpegel generell sein darf. Das sei aber nicht so einfach zu beantworten, weiß Bezirkshauptmann-Stellvertreter Andreas Grießler: „Den zumutbaren Lärmpegel ergibt das Verfahren durch die Lärmmessungen an verschiedenen Messpunkten. “ Es gebe keinen generellen Wert, weil es auch von der Umgebung abhängig ist. Gemessen wird bei den nächsten Wohnnachbarn, erklärt Grießler: „Ausgegangen wird dabei immer vom Worst-Case-Szenario.“ Grießler erwartet die Ergebnisse im Laufe des Februars.

Die nächste Anrainer-Information der Firma Georg Fischer ist für Mai geplant.